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Sammlung von Newsfeeds

LEHRGANG LICHTGESTALTUNG MODUL 2

BVFK Veranstaltungen - Sa, 2017-09-09 02:00
Arbeiten am Lichtpult - Vorankündigung

Matthias Costantini berichtet von der Schnittarbeit an einem Doku Soap Format

Matthias Costantini berichtet von den Tücken, Herausforderungen und Freuden der Schnittarbeit an einem Doku Soap Format.  Er stellt uns sein Projekt „Die Bauretter“ vor. „Die Bauretter“ ist eine erfolgreichen TV Serie, die seit 2011 auf RTL 2 zu sehen ist. Jede Folge erzählt davon, wie ein Architekt und eine Rechtsanwältin sowie verschiedene Handwerker aus der Region Baumängel an Einfamilienhäusern innerhalb von 14 Tagen beheben. Was sind die Herausforderungen bei der Arbeit am Doku Soap Format? Matthias Costantini: Die größte Herausforderung beim Schnitt einer Dokusoap ist in erster Linie die Organisation des Materials und die kurze Zeit, die man zur Verfügung hat, um eine Sendung fertig zu stellen. Auch ist es oft eine Kunst eine spannende, emotionale und informative Geschichte zu erzählen. Denn bei aller Vorbereitung, Planung und Recherche passiert vor Ort beim Dreh doch vieles anders als geplant. Diese Dinge müssen dann im Schnitt erst zu einer Geschichte geformt werden. Mit einer Dokusoap verhält es sich wie mit einem Dokumentarfilm: Der Film entsteht zu einem großen Teil erst im Schnitt. Wie lange arbeitest du an einer Folge von „Die Bauretter“? Matthias Costantini: Für den Schnitt einer Folge der „Bauretter“, mit einer Sendelänge von 90 Minuten, brauche ich zwischen 16 und 18 Schnitttagen. Je nach Menge des Ausgangsmaterials. Dazu kommen dann noch die Farbkorrektur, die Vertonung und die Erstellung des Masters. Du hast vermutlich mit einer großen Materialmenge zu kämpfen, wie gehst du vor? Matthias Costantini: Im Durchschnitt habe ich pro Folge „Bauretter“ circa 30-40 Stunden Material durch das ich  mich kämpfen muss. Das Material ist dadurch tatsächlich die größte aller Herausforderungen und da kommt es auf eine perfekte Organisation an. Die Bauretter unterteilen sich in einen „Bau-Strang“ und einen „Rechts-Strang“. Ich habe mir in den inzwischen über 40 Folgen der „Bauretter“ ein genaues Schema angeeignet nach dem ich jedes Mal vorgehe. Da ich das Material ungesichert bekomme, sichte ich dieses zuerst  und unterteile es gleichzeitig in einzelne „Mini Geschichten“. Zum Beispiel erstelle ich zu jeder Arbeit beziehungsweise zu jedem Arbeitsschritt auf dem Bau eine eigene Sequenz die ich in einem Bin Ablege. Schon bei diesem ersten Durchgang entscheide ich was ich im „On“ haben möchte und was nur als Bildteppich übrig bleiben soll. Ich sortiere also schon beim ersten Anschauen das Material sehr genau. Die Zeit, um alles ein zweites Mal anzuschauen bleibt mir nicht.Wenn ich dann jede Szene des Bau- und Rechtsstrangs in einzelnen Sequenzen habe, beginne ich die Dramaturgie des Films zu bauen. Im Allgemeinen ist es dann so, dass ich das gesamte Material und auch schon die erste Idee des Films im Kopf habe. Somit muss ich die einzelnen Szenen beziehungsweise Sequenzen „nur noch“ hinter einander schneiden, Musik und Effekte hinzufügen, fein schneiden und kürzen,  bis sie für mich zusammenpassen und stimmig sind. Wie strikt sind die Vorgaben beim Doku Soap Format? Sitzt die Regie oft mit im Schneideraum? Oder mehr die Produzenten? Matthias Costantini: Pauschal ist das nicht zu beantworten. Es gibt sehr stark formatierte Dokusoaps, in die man kaum den Ablauf jedoch die einzelnen Segmente stark beeinflussen kann, und dann gibt es Formate, bei denen man als Editor sehr viele Freiheiten hat und nur durch „äußere“ Umstände einen Rahmen vorgegeben bekommt (zum Beispiel ist man bei den „Baurettern“ an die zeitliche Abfolge des Baufortschritts gebunden). „Die Bauretter“ schneide ich fast ohne Regie/Redaktion an meiner Seite. Ich treffe gestalterisch eine Auswahl bei Bild-, Schnitt- und Musikkomposition, spreche jedoch die Inhalte der einzelnen Kapitel mit dem Redaktionsleiter ab und lasse Sie mir dann nach und nach abnehmen. Auch bespreche ich mich mit dem Redaktionsleiter bei kniffligen Fragen, vor allem im Bereich des Rechts. Gemeinsam wird am Ende der Schnittzeit der von mir fertiggestellte Film noch einmal vom Redaktionsleiter abgenommen und besprochen wo noch Dinge zu verbessern sind. Bei vielen Dokusoap Formaten genießt man als Filmeditor große gestalterische Freiheiten. Was ist in deinen Augen der größte Unterschied zwischen der Schnittarbeit an einem Kinospielfilm und der an einer Doku Soap? Matthias Costantini: Mein letzter Kinofilm ist zwar schon eine Weile her, aber ich würde sagen, dass der größte Unterschied zu einer Doku die Zeit ist. Während ich beim Kinofilm viele Nuancen  einer Szene immer wieder verfeinern kann, viel Zeit in die Suche nach den besten Momenten, der besten Einstellung, dem besten Erzählrhythmus investieren kann - immer auf der Suche danach, meine Geschichte noch runder, noch aussagekräftiger zu machen - muss ich dies bei einer Dokusoap in sehr viel kürzerer Zeit schaffen.

SWR DOKU FESTIVAL

Stuttgart hat ein neues Filmfestival. Letzte Woche fand zum ersten Mal das SWR DOKU FESTIVAL statt, parallel zum etablierten Branchentreff DOKVILLE. Im Wettbewerb um den „Deutschen Dokumentarfilmpreis“, der seit 2009 vergeben wird, standen unsere Mitglieder: RUNE SCHWEITZER (Film: Sonita), CATRIN VOGT (Film: Democracy – Im Rausch der Daten), LENA REM (Film: Pawlenski – Der Mensch und die Macht), KAYA INAN (Film: Cahier Africain). BETTINA BÖHLER vertat unsere Sparte in der Jury. Außer Konkurrenz waren folgende BFS-Kollegen vertreten: KATHARINA SCHMIDT (Film: Solange ich nicht schieß – Arturo Ui in Tel Aviv), JENS KLÜBER (Film: Peymanns Stuttgarter Kinder), FRIEDEMANN SCHMIDT (Film: Krieg der Lügen), ALEXANDER MENKÖ (Film: Vom Töten leben), STEFANIE KOSIK-WARTENBERG (Film: Happy), CLAUDIA WOLSCHT (Film: Verfluchte Liebe deutscher Film), JANINE DAUTERICH (Film: My Escape), SASCHA SEIDEL (Film: Eberhard Weber – Rebell am Bass). Der Hauptpreis sowie der Preis der "STZ Leserjury"  gingen an den Dokumentarfilm "Democracy – Im Rausch der Daten" der von unserer lieben Kollegin
CATRIN VOGT montiert wurde!  Wir gratulieren !!!

EHRENMITGLIEDSCHAFT

BVFK-Mitgliederversammlung wählte Wolfgang Hannemann zum Ehrenmitglied

Crew-Uniteds Podiumsdiskussion zum Münchner Filmfest: PARTEIENCHECK - SOZIALE NACHHALTIGKEIT IN DER FILMBRANCHE

29. JUNI 15.00 UHR - Gasteig München Blackbox

Wir gehen der Frage nach: Wie viel Fairness und soziale Nachhaltigkeit steckt in den filmpolitischen Agenden der Parteien?
PANEL: PARTEIENCHECK - SOZIALE NACHHALTIGKEIT IN DER FILMBRANCHE
Keine Anmeldung erforderlich.
Zusammen mit der AUF Allianz unabhängiger Filmdienstleister und dem BVK Berufsverband Kinematografie

 

Datum: Donnerstag, 29 Juni, 2017 - 15:00

Monika Schindler – Ein Leben für den Schnitt

Am 15.6.2017 fand in Berlin die Veranstaltung "Monika Schindler-Ein Leben für den Schnitt“ in der der Reihe ungeSCHNITTen statt. Die Filmeditorin Monika Schindler erhielt in diesem Jahr den Ehrenpreis der Deutschen Filmakademie für ihr Lebenswerk. Ihr Profil als Schnittmeisterin ist von den zahlreichen Begegnungen mit bedeutenden Persönlichkeiten der deutschen Filmlandschaft geprägt. Dabei entfaltete sich ihr Werk gleichermaßen im Spiegel der bewegten deutschen Zeitgeschichte. Über Ihre Erfahrungen und Begegnungen in nunmehr rund 50 Jahren Berufspraxis sprach sie mit der Filmeditoren Julia Oehring, die den Abend moderierte. BFS ungeSCHNITTen mit Monika Schindler,
Juliane Oehring (r); Fotos: Sylvia SteinhäuserBFS ungeSCHNITTen mit Monika Schindler;
Fotos: Sylvia Steinhäuser

BVFK-LEHRGANG „LICHTGESTALTUNG“

BVFK Veranstaltungen - So, 2017-06-18 02:00
Modul 1 (Grundlagen) am 17. und 18. Juni in Berlin

BVFK-Infotreffen Nord „Musik im Film und im Internet“

BVFK Veranstaltungen - Do, 2017-06-15 02:00
Um 19:30 Uhr im "Kulturhaus Eppendorf“, Julius-Reincke-Stieg 13 a, 20251 Hamburg

WARNSTREIK BEIM NDR

Rund 100 Mitarbeiter treten für Erhöhung der Gehälter ein, Sendungen entfallen

Falk Peplinski erzählt über seine Arbeit an "Die Reste meines Lebens"!

Der gerade angelaufene Kinofilm „Die Reste meines Lebens“ erzählt von einem jungen Mann (Schimon), der nach einigen kurz aufeinander folgenden Schicksalsschlägen dem Leben und seiner Zukunft erst Recht die Stirn bietet. Nach dem Tod seiner schwangeren Frau findet der Komponist und Musiker kaum noch Energie, um sich wieder aufzurappeln, doch bald lernt er Milena kennen und verliebt sich in sie. Ein Glück, das von seiner Vergangenheit überschattet werden soll. Wir haben dem Editor des vielversprechenden Sommerfilms, Falk Peplinski einige Fragen zu seiner Arbeit gestellt... Du kennst den Regisseur des Films sehr gut – was waren die Herausforderungen und vielleicht auch Schwierigkeiten beim Montieren des Films? Falk Peplinski: Jens Wischnewski und ich kennen uns seit unserem gemeinsamen Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg - ich habe fast alle seine Filme geschnitten. „Die Reste meines Lebens“ sollte eigentlich unser gemeinsamer Abschlussfilm sein. Doch Jens konnte das Projekt damals nicht finanzieren und so dauerte es noch mal über drei Jahre bis es endlich soweit war. Die Herausforderung bei der Montage war ganz klar die achronologische Erzählweise. Ich wusste von Anfang an, dass es entscheidend für den Film sein würde, den richtigen Rhythmus zu finden und die vielen Rückblenden genau zu positionieren und zu timen. Die Wirkung der einzelnen Szenen und der Flashbacks kann man aber nur im Fluss des gesamten Films beurteilen. Schon kleinste Umstellungen hatten große Auswirkungen. Ich musste also immer und immer wieder den gesamten Film schauen. Das war schon sehr anstrengend. Auch die häufige Verwendung von Musik war nicht ganz einfach. Die vielen Musikeinsätze sind dramaturgisch durchaus relevant, aber ich wollte auch nicht, dass der Zuschauer davon erdrückt wird. Und wenn z.B. Musik auf Musik folgt, ist das meist nicht schön und für den Rhythmus nicht unbedingt förderlich. Also musste ich gute Lösungen dafür finden. Die lange Einleitungssequenz zu Beginn des Films war z.B. so eine Herausforderung. Eigentlich ist das eine sehr lange Montagesequenz mit Voice-Over und Musik, bei der der Zuschauer mit ziemlich vielen Infos bombardiert wird. Und dann wird sie auch noch durch den Tod des Großvaters und den verstummenden Herzton unterbrochen, nur um danach mit einem anderen musikalischen Thema erneut anzusetzen. Das war schon etwas gewagt. Es gibt außerdem eine Szene, wo sich Musiken tatsächlich überlagern. Bei der Kennenlernszene von SCHIMON und MILENA (Luise Heyer) im Club läuft ein grooviger Motown-Soul-Song. MILENA zieht SCHIMON auf die Tanzfläche und der Kuss bahnt sich an. Dabei wird die DJ-Musik, also der Soul-Song immer mehr ausgeblendet und es setzt wiederum ein etwas kitschiger Love-Song ein. Überhaupt arbeiten wir im Film viel mit richtigen Songs, für die es z.T. klare Vorbilder gab und die ich auch als Temptrack verwendet habe. Aber natürlich wäre es aus finanzieller Sicht völlig unmöglich gewesen diese Songs zu verwenden. Am Ende musste also alles von unserem Musiker Peter Gromer neu komponiert werden, insgesamt sind es mehr als 30 Songs und Scores. Eine echte Mammutaufgabe. Was war anders bei diesem Projekt verglichen mit den bisherigen Arbeiten, die du für Jens Wischnewski montiert hast? Falk Peplinski: Nun zunächst einmal war es die schiere Größe des Projekts. Es ist das Kinodebüt von Jens und für ihn bedeutet dieser Film ungeheuer viel. Aber auch für mich war es der erste „große“ szenische Film für’s Kino. Außerdem war es unsere erste gemeinsame Arbeit, die wir ohne das sichere Netz der Filmhochschule gemacht haben. Zudem waren sich alle inklusive der Produzenten einig, dass die Montage bei diesem Film einen extrem hohen Stellenwert haben würde und alle hatten davor auch einen gewissen Respekt. Die Verantwortung und auch die Erwartungen an mich waren also durchaus groß. Die Materialfülle war natürlich auch eine andere als bei den vorherigen Filmen von Jens. Das Budget war eigentlich sehr gering, das Drehbuch aber randvoll von visuellen Ideen, Drehorten, Zeitsprüngen und kleinen „Side-Stories“. Eigentlich kaum zu glauben, dass Jens und sein Team es geschafft haben tatsächlich alles zu drehen. Was hat dich an der Geschichte, die der Film erzählt, gereizt - vielleicht auch überzeugt, - um viel Arbeit hinein zu investieren? Falk Peplinski: Mich hat vor allem die filmische Erzählweise sofort angesprochen. Das Drehbuch war aus meiner Sicht sehr auf Montage hin geschrieben und sah den Einsatz einer Vielzahl von filmischen Mitteln vor - also ein Glücksfall für jeden Filmeditor und ganz sicher ein Glücksfall für mich. Neben den erwähnten Zeitsprüngen spielen z.B. Töne und Musik eine große Rolle für die Figur und die Erzählung. Das ist genau mein Steckenpferd. Das war im Grunde endlich ein Film bei dem ich alle Register ziehen konnte. Das Thema Tod, Verlust und Schicksal, das der Film behandelt, war auch etwas, mit dem ich mich bereits viel auseinandergesetzt habe. Mein Abschlussfilm an der Filmakademie war ein Dokumentarfilm, der einen alten Mann bis in den Tod begleitet („Das letzte Kapitel“, Regie: Maximilian Haslberger). „Die Reste meines Lebens“ wirkt auf mich heute wie die szenische Fortsetzung dieses Themas. „Die Reste meines Lebens“ wird in den Medien als Tragikomödie bezeichnet – würdest du ganz persönlich den Film als eher tragisch oder eher komisch bezeichnen? Falk Peplinski: Weder noch. Der Film soll absichtlich nicht in eine dieser Kategorien fallen. Es wird ja ein eigentlich sehr ernstes Thema mit viel Wärme und Leichtigkeit erzählt. Eine große Herausforderung in der Montage war es, in den Szenen stets die Balance zwischen Drama und Komödie zu finden. Das war auch für die Darsteller nicht besonders einfach. Nie sollte der Film zu sehr in die eine oder andere Richtung abdriften. Das ist sowohl wichtig für die Tonalität als auch für die Dramaturgie der Geschichte. Natürlich ist das am Ende auch immer eine Geschmacksfrage, deshalb mussten Jens und ich uns immer ganz auf unser eigenes Urteilsvermögen verlassen. Da gab es auch wirklich schwierige Phasen während des Schnittprozesses, wo man sich gegen zu viel Einfluss von Außen wehren musste. Nach den Screenings der vergangenen Wochen kann ich nun sicher sagen, dass uns dieser Balanceakt geglückt ist. Im Grunde ist der Film dem Genre nach ein Drama, das Dramatische wird aber stets durch Humor und Überspitzung gebrochen. Und na ja – eine wirklich gute Komödie ist eigentlich immer auch ein Drama. Gab es technische Herausforderungen bei der Montagearbeit? Falk Peplinski: Oh da gab es einiges. Ich hatte ja bereits die Musik angesprochen. Ein wichtiges Element ist z.B. der „Toiletten-Song“, den die Hauptfigur SCHIMON im Film für ein großes Orchester komponiert und der immer wieder im Film auftaucht. Der war von Anfang an als Hommage an Bert Kaempfert gedacht. Er wurde von unserem Musiker Peter Gromer komponiert und dann beim Dreh als Playback eingespielt. Es gibt Szenen des Komponierens, der Orchesterprobe und der Studioaufnahme. Alles musste unbedingt synchron sein. Die Musiker spielten ihre Instrumente, Christoph Letkowski (SCHIMON) musste dirigieren und Luise Heyer (MILENA) musste glaubwürdig das Flügelhorn spielen (übrigens ein sehr schwieriges Instrument, für das sie extra Übungsstunden nahm). Die Montage musste zu jeder Zeit glaubhaft vermitteln, dass alle Figuren ihre Instrumente beherrschen. Andererseits musste natürlich auch das Spiel der Darsteller stimmen und ich musste gleichzeitig auch bei allen anderen Musikern im Bild darauf achten, dass sie korrekt spielten und im Takt blieben. Man konnte auch nicht wirklich tricksen, das hätte man gesehen. Am Ende wurde das Stück von einem richtigen Orchester noch mal neu eingespielt und wieder ans Bild angelegt. Das sollte dann alles synchron passen, ich hatte da ja keine Möglichkeit mehr den Bildschnitt noch anzupassen. Wir waren uns wirklich nicht sicher, ob das klappt, denn ein Orchester spielt eben nicht so taktgenau wie eine Komposition aus dem Computer und auch die Akustik ist anders. Das war am Ende dann auch so. Peter Gromer musste noch viel an den finalen Aufnahmen schnippeln und nachvertonen bis alles gepasst hat. Eine andere Sache, die uns lange beschäftigt hat, waren die Szenen in den USA. Da das Geld knapp war, konnten nur die aller nötigsten Szenen mit kleinem Team in San Francisco gedreht werden. Der Dreh in den USA fand erst einen Monat nach Drehschluss statt. Dort entstanden die Außeneinstellungen mit SCHIMON sowie Totalen und Impressionen. Alle Spielszenen von SCHIMON und seiner verflossenen Frau YELLA (Karoline Bär) sind in Karlsruhe z.T. vor Greenscreen entstanden (z.B. die Szene auf dem Dach). Im Schnitt mussten wir dafür die passenden Hintergründe für die Szenen aussuchen. Dafür habe ich zunächst Fotos aus Google Maps verwendet, die ich als Key dahinter gesetzt habe. Später hatten wir Fotos die der Location Scout uns geschickt hatte, nachdem wir unsere Vorstellungen für die Backdrops konkretisiert hatten. Am Ende wurden genau diese Shots an genau den Drehorten dann auch gedreht. Auch für die Montagesequenzen am Beginn des Films, die SCHIMON's Leben in den USA zeigen habe ich zunächst Dummy-Footage aus Vimeo-Videoclips verwendet. Auch dieses Material wurde dann genau nach meinen Vorgaben nachgedreht. Am Ende waren wir selbst ein bisschen überrascht, dass alles so gut gepasst hat. Auf jeden Fall sind der Regisseur und ich sehr glücklich über diesen Film, all die Anstrengungen haben sich wirklich gelohnt! #Filmtipps
Die Reste meines Lebens

BVFK-Infotreffen OST

BVFK Veranstaltungen - Mi, 2017-06-07 02:00
um 19:30 Uhr, im Gasthaus Valentin, Hasenheide 49, 10967 Berlin/am Südstern

BVFK REGIONALTREFFEN WEST

BVFK Veranstaltungen - Di, 2017-06-06 02:00
um 20 Uhr im Haus Tutt, Fridolinstraße 72, 50825 Köln

BVFK MITGLIEDERVERSAMMLUNG

BVFK Veranstaltungen - Mi, 2017-05-24 02:00
Dieses Jahr am 24.05.2017 in Köln

Wer ist der BFS?

Der BFS ist ein Verband, der für die Stärkung der Rechte aller in Deutschland tätigen Editor*innen kämpft. Dies geschieht sowohl im wirtschaftlichen als auch im künstlerischen Sinne. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, das Berufsbild der Editoren als wichtige Miturheber eines Filmwerks zu stärken und gegen die in der Branche lauernden Gefahren des Lohndumpings und der teilweise geringschätzigen Wahrnehmung zu verteidigen. Das Selbstverständnis der Editoren als kreative Schöpfer eines Werks ins öffentliche Bewusstsein zu bringen, steht für uns an höchster Stelle. Dafür treten wir in Politik und Wirtschaft mit gestärktem Selbstbewusstsein und klaren Forderungen auf. Wir kooperieren mit wichtigen Branchenvertretern und führen mit TV-Sendern und Produzenten Verhandlungen für gemeinsame Vergütungsregelungen und Erlösbeteiligungen. Wir setzen uns auf Augenhöhe mit allen anderen Gewerken für mehr Solidarität in der Filmwirtschaft ein. Wir kämpfen vehement für unseren Nachwuchs, fordern den Schutz der für den Filmschnitt so essentiellen Arbeit unserer Schnittassistent*innen. Wir bieten allen Mitgliedern ein Netzwerk von Kollegen und Kolleginnen, mit denen sie sich in einem geschützten Raum über technische, kreative Fragen wie auch über Gagen und Verträge austauschen können.

„Bruder Jakob“ erhält eine Trophäe!

Der Dokumentarfilm, der bereits auf zahlreichen renommierten Filmfestivals wie dem DOK Leipzig und dem Krakow Film Festival lief, gewinnt beim diesjährigen DOK.fest München den Preis für den besten Dokumentarfilm im deutschen Wettbewerb!
In der Jurybegründung heißt es:
Der Film erzählt in unprätentiösen und sehr emotionalen Bildern von Jakobs Bedürfnis nach Spiritualität, von der Kraft und Unbarmherzigkeit von Religion und Familie. Das Ringen der beiden Brüder um einander führt uns vor Augen, dass Dialog besser ist als Ausgrenzung, dass Verständnis immer vor einem Urteil stehen muss, dass eine Leitkultur, die für alle gilt, nicht so leicht auszumachen ist.
Wir gratulieren dem gesamten Team und Yana Höhnerbach von Herzen!

Neues Ehrenmitglied <br />Heidi Handorf

Letzten Samstag bei der Jahreshauptversammlung gab es auch eine kleine Überraschung, die wir absichtlich nicht in der Tagesordnung erwähnt hatten: Wir haben Heidi Handorf zum neuen Ehrenmitglied des Verbandes gekürt! Für alle die nicht dabei sein konnten, sind hier ein paar Fotos und die von Florentine Bruck gehaltene Rede zum nachträglichen Genießen. Laudatio von Florentine Bruck Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde! Es ist mir eine ganz besondere Freude, heute eine Frau als neues Ehrenmitglied des BFS zu begrüßen, mit der mich seit vielen Jahren eine kollegiale, wie private Freundschaft verbindet: Heidi Handorf. Heidi ist in jeder Hinsicht eine herausragende Kollegin, was sich nicht nur in ihrer beruflichen Laufbahn, sondern auch in ihrem ehrenamtlichen Engagement widerspiegelt. Geboren im norddeutschen Uetersen, fand Heidi schon bald den Weg nach Hamburg, wo sie bei der Deutschen Wochenschau eine Ausbildung zur Schnittassistentin und "Jungcutterin" machte. Negativschnitt, Musik anlegen, Vertonung – all das lernte sie, genau wie das Schneiden, von der Pike auf. Ab 1973 arbeitete Heidi in München als Schnittassistentin, u.a. von Jane Seitz ("Die Verrohung des Franz Blum", Regie: Reinhard Hauff), Inez Regnier, Beate Mainka-Jellinghaus und Peter Przygodda ("Die verlorene Ehre der Katharina Blum", Regie: Volker Schlöndorff & Margarethe von Trotta). Seitz, Mainka-Jellinghaus, Regnier und Przygodda: Das waren die damaligen Stars unter den Filmeditoren und von all ihnen hat Heidi gelernt. Es war die Art von Ausbildung unseres Berufes, wie es sie heute fast nicht mehr gibt – das Weiterreichen des Staffelstabs an die nächste Generation. "Eine schöne Zeit", wie Heidi immer wieder betont. Außerdem arbeitete Heidi in dieser Zeit auch als Script/Continuity, manchmal sogar in Doppelbeschäftigung: Tagsüber als Script am Set, Abends als Schnittassistentin Muster anlegend, was natürlich irgendwann zu viel wurde. Bei Alexander Kluges satirischem Film "In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod", assistierte sie Beate Mainka-Jellinghaus. Hier durfte sie ihre erste eigene Kinoszene schneiden, eine erotische Bettszene auf die Frau Jellinghaus keine Lust hatte. Von der 12-minütigen Szene, die Heidi zusammen mit dem Ko-Regisseur Edgar Reitz montierte, blieb allerdings im fertigen Film nicht mehr viel übrig. Eine der ersten Produktionen, bei denen Heidi alleine den Schnitt verantwortete, war die erfolgreiche Kinderserie "Neues aus Uhlenbusch", unter der Regie von Rainer Boldt. Danach ging es Schlag auf Schlag: "Der Komantsche" und "Der Neger Erwin" mit Herbert Achternbusch; "Heimat" von Edgar Reitz, der 1984 nach zweieinhalb Jahren Arbeit beim Filmfestival in Venedig gezeigt wurde; "Stammheim" von Reinhardt Hauff, der 1986 den Goldenen Bären der Berlinale bekam; und "38 – Auch das war Wien" von Wolfgang Glück, der 1987 als österreichischer Beitrag für den Oscar "Bester Fremdsprachiger Film" nominiert war. "Des Teufels Paradies" von Vadim Glowna, "Blauäugig" von Reinhardt Hauff, und "Der Kinoerzähler" von Bernhard Sinkel, für den Heidi erstmalig für den Deutschen Kamerapreis nominiert war, sind weitere Filme aus dieser Zeit. Auch für das Fernsehen hat Heidi erfolgreich gearbeitet, davon alleine 10 Fernsehspiele mit Matti Geschonneck. Für "Angst hat eine kalte Hand" und "Ein mörderischer Plan" war sie weitere Male für den Kamerapreis nominiert. Auch ihre Zusammenarbeit mit Oliver Storz sei erwähnt, mit dem sie 4 Fernsehspiele machte. Was immer Heidi macht, sie kniet sich ganz hinein. Es gibt Weniges, was sie nicht ausprobiert. Das gilt beim Filmschnitt genauso wie beim Essen und Kochen, einer weiteren großen Leidenschaft Heidis. Da sie den Beruf selbst als Schnittassistentin begann, hat Heidi immer großen Wert auf ihre Assistenten gelegt, die sie, wo sie konnte, gefördert hat, und mit vielen bis heute in Kontakt steht. Von 2006 bis 2008 war sie im Vorstand des BFS. Eine kleine Anekdote aus der Zeit, als die Geschäftsstelle noch in München war: Im Winter ging Heidi jede Woche ins BFS-Büro, um für Uta Freiwald, die damals die Geschäftsstelle leitete, die Heizung anzuschmeißen, damit Uta im Ladengeschäft nicht frieren musste. Überhaupt ist Heidi ein emphatischer, engagierter Mensch, einer, der das Herz manchmal auf der Zunge trägt, aber es immer auf dem rechten Fleck hat. Als Freundin ist Heidi ein Pfund, weil man alles mit ihr bereden kann. Sie kümmert sich selbstlos um eine syrische Flüchtlingsfamilie, ist als Mediatorin an einer Schule tätig und bringt Kindern im Verein "Lesefüchse" das Lesen nahe. Heidi bereichert jede Diskussion zum Thema "Politik und Gesellschaft", da sie ein grenzenloses Interesse an allen Facetten das Lebens hat. Jeder Tag beginnt für sie mit der ausführlichen Lektüre der "Süddeutschen" und sie hat zu allem eine Meinung, die sie, wenn nötig, vehement verteidigt. Außerdem ist sie leidenschaftliche Kino- und Operngängerin. Ich kann mich glücklich schätzen, sie zur Freundin zu haben! Und ich kann Euch sagen, ein Abend gemeinsam mit Heidi und Monika Schindler ist nicht zu toppen... Nun freue ich mich, unser neues Ehrenmitglied begrüßen zu dürfen, liebe Kollegen: Heidi Handorf! Lebensstationen von Heidi Geboren am 5. 2. 1949 in Uetersen, Schleswig-Holstein 1968: Fotografenlehre mit Gesellenbrief in Elmshorn 1969: Kopierwerkslehre bei Geyer in Hamburg, u. a. Lichtbestimmung 1970: Ausbildung zur Schnittassistentin & "Jungcutterin" bei der Deutschen Wochenschau in Hamburg 1972: Umzug nach München; Festanstellung bei PT-Film, Schnitt von Werbung 1973 – 1978: Schnittassistenzen und Script/Continuity bei Serie und Kino 1977 – 2014: Filmschnitt von Kino, TV & Serie – insgesamt über 100 Filme 3 mal nominiert für den besten Schnitt beim Deutschen Kamerapreis: 1993 für "Der Kinoerzähler"; 1995 für "Angst hat eine kalte Hand"; 2001 für "Ein mörderischer Plan" 2017-05-06 Heidi Handorf, Florentine Bruck ©Driemel

Im Zeichen des „Besten Schnitts“

Am Vorabend der Verleihung des Deutschen Filmpreises stand die Veranstaltung ungeSCHNITTen am 27.4.2017 ganz im Zeichen des „Besten Schnitts“. Die drei nominierten Einzelleistungen wurden von je einem/r Editor*in besprochen, so dass die Preiswürdigkeit einer jeden Arbeit mit Beispielen aufgezeigt und benannt wurde. Florentine Bruck analysierte den Schnitt von TSCHICK (Andrew Bird), Katharina Schmidt sprach über TONI ERDMANN, montiert von Heike Parplies, und Dietmar Kraus lobte Bettina Böhlers Montage von WILD. Auf diese Weise fand nicht nur eine Ehrung der stilistisch sehr unterschiedlichen Montageleistungen statt. Auch die Diskussion über die Frage: “Wie sprechen wir über Filmmontage?”, die uns schon in der vorangegangenen ungeSCHNITTen-Veranstaltung beschäftigt hatte, wurde damit fortgesetzt. Wir danken allen Beteiligten für Ihr Engagement und unseren Gästen für Ihr reges Interesse! Julia Oehring
Bundesverband Filmschnitt Editor e.V. ungeSCHNITTen – Gespräche mit Filmeditor*innen am 27.4.2017 Fotos: Sylvia Steinhäuser

Marion Tuor erzählt über ihre Arbeit an TROCKENSCHWIMMEN!

In TROCKENSCHWIMMEN schlägt eine Gruppe Senioren hohe Wellen. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters möchten sie in einer Leipziger Schwimmhalle endlich schwimmen lernen. Die Gründe dafür sind so unterschiedlich wie die Schüler selbst. Vom Segler bis zur Hausfrau bringt jeder seine eigene Lebensgeschichte, seine Ängste und Sehnsüchte mit in den Kurs. Gemeinsam gehen die älteren Damen und Herren die vor ihnen liegende Aufgabe mit Unsicherheit aber auch mit Freude und Humor an und beweisen, dass es nie zu spät ist, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Ein Gespräch mit Susanne Kim (Regie) und Marion Tuor (Schnitt). Susanne Kim: Was war für dich das Besondere beim Schneiden von Trockenschwimmen?: Marion Tuor: Das Interessante für mich war insbesondere die fragmentarische Erzählweise und dass ganz verschiedene Materialien zusammenkommen: klassisch beobachtende Szenen in einer Schwimmhalle, aber auch eine assoziative Erzählebene - Super8 Archiv-Material und die dazu von dir, gemeinsam mit Heike Hennig und den Protagonisten entwickelten Choreografien. Die verschiedenen Erzählebenen auszutarieren und miteinander zu einem organischen Fluss zu verweben, war der grösste Teil unserer Schnittarbeit. Es gibt da diese starke Szene mit einer der Schwimmerinnen, die ihre Angst vor dem Wasser in einem leeren Schwimmbecken “heraustanzt”. Eine inszenierte Situation, die für viele Zuschauer das klassisch Dokumentarische sprengt, aber echt und nah ist in ihrer Emotionalität. Bei dieser und bei allen anderen  Choreografien haben wir uns im Schnitt entschieden, keinen Bruch zu machen. Diese Ebene haben wir also nicht im Visuellen, etwa in der Farbkorrektur, in der Bildgestaltung oder im Ton abgegrenzt, sondern im Gegenteil lange daran gearbeitet, dass ein Bildfluss entsteht. Susanne Kim: Und es war dabei wichtig, dass die Bilder auf verschiedenen Ebenen funktionieren, dass wir eine Essenz herausarbeiten, aus allem, was uns an den Themen “Schwimmenlernen, Wasser, Alter, Angst” usw. interessiert. Dass man jetzt nicht DIE Geschichte des einzelnen Protagonisten erzählt, sondern eher eine Stimmung zum jeweiligen Charakter erzeugt. Dabei war auch das Sounddesign von großer Wichtigkeit. Schnitt hat etwas von Collagieren für mich, im Falle von Trockenschwimmen besonders. Oft ist es so, dass man zwei, drei Elemente arrangiert und dann merkt, dass eines davon zu viel ist, es bringt alles aus der Balance... Marion Tuor: Wir arbeiten ja schon in der Entwicklungsphase zusammen, beim Diskutieren des Konzepts, beim Beurteilen erster Rechercheaufnahmen... Gibt es da eigentlich etwas, das für dich den “Editoren-Blick” ausmacht? Etwas, das für dich in dieser Phase des Prozesses besonders hilfreich ist? Susanne Kim: Wichtig ist für mich vor allem, dass wir uns mittlerweile gut kennen und ich mit dir ungefiltert über meine Ideen und Gedanken sprechen kann – ich muss dir nichts pitchen, ich darf auch zweifeln. Im Allgemeinen denke ich, dass Editoren durch ein – in mancher Hinsicht auch sehr pragmatisches - dramaturgisches Denken, schon sehr früh Richtungen und Strukturen erkennen, die helfen, ein Gerüst für den Film zu bauen. Es geht ja schon bei der Stoffentwicklung im Dokumentarfilm darum, einen soliden Rahmen zu schaffen, innerhalb dessen man dann sehr frei agieren kann. Das setzt sich dann während des Drehs und im Schnittraum fort. Dabei passieren natürlich auch Dinge zwischen Editor und Regie, die auf einer nicht verbalisierten Ebene funktionieren... Marion Tuor: Es ist sicher eine Schwingung, die da sein muss, wenn man zusammenarbeiten will. Es braucht aber auch ein gewisses Maß an Reibung zwischen Schnitt und Regie... Dass man einander gegenüber offen ist, aber sich auch gegenseitig hinterfragt und herausfordert. Bei einem Stoff, den ich editiere, muss ich spüren, wo liegt die Begeisterung der Regie und steckt mich das an? Und sehe ich in dem Stoff inhaltlich und formal etwas, dass ich anziehend finde? Und man muss auch ein bisschen Neuland betreten mit der Arbeit,  es muss etwas dabei sein, das herausfordert. Alles andere ist Stillstand. Trockenschwimmen, Kinostart 4.5. http://www.trockenschwimmen.de

Eine starke Gemeinschaft!

Am 06. Mai fand in der Filmbühne am Steinplatz unsere diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Sie war nicht nur von regem Austausch über die anstehenden Vorhaben unseres Verbandes geprägt, der Vorstand und die Geschäftsführung durfte seinen Mitgliedern stolz die Errungenschaften des letzten Jahres präsentieren. Die Ergebnisse der oftmals ehrenamtlichen Gremienarbeit wurden erörtert: ob es um direkte Umsetzung unserer Ziele in der VG Bildkunst, im Beirat der Künstlersozialkasse oder in der Vertretung der Initiative Urheberrecht geht – der BFS ist weiter auf dem Vormarsch! Emotionale Momente gab es auch: die Editorin Heidi Handorf wurde zum neuen Ehrenmitglied gekürt.
Der BFS hat viel erreicht, doch ihm steht auf vielen Plattformen in der Medienbranche noch viel Arbeit im Kampf um mehr Anerkennung des Editoren Berufes und für höhere Gagen bevor. Ein starker Fokus während der Versammlung lag auf den Fragen rund um den Schutz der Schnittassistent*innen und einer künftigen AG Nachwuchs, die sich darum kümmern wird, für alle Berufseinsteiger*innen würdige Arbeitsbedingungen zu schaffen und faire Gagen auszuhandeln.
Der aktuelle Gagenkompass für Editor*innen wurde ausgewertet, viele Fragen zur gerade ausgehandelten Option auf eine vergünstigte Rechtsschutzversicherung für unsere Mitglieder kamen auf den Tisch. Außerdem wurde das Thema Folgevergütungsregelungen – erste konstruktive Verhandlungsgespräche mit Sendern fanden bereits statt – allen anwesenden Mitgliedern erklärt und über weiterreichende Strategiekonzepte in dieser Agenda diskutiert.
Eine spannende Teamarbeit zu verschiedenen internen und externen Zielen der Verbandsarbeit führte zu wichtigen Erkenntnissen. Alle Beschlüsse zu künftigen Vorgehensweisen des Vorstandes wurden nahezu ohne Gegenstimmen beschlossen, was derzeit dem Verband sehr guten Rückenwind gibt und das Selbstverständnis des BFS als Heimat aller Filmeditor*innen für die weitere Arbeit stärkt.
Der BFS ist eine starke Gemeinschaft, die vom Austausch mit ihren Mitgliedern lebt! Der Vorstand und die Geschäftsführung dankt allen Mitgliedern, die vor Ort waren herzlich für das zahlreiche Erscheinen und den lebendigen Austausch, ohne den die Vorstandsarbeit nur halb so gut voranschreiten könnte!

BVFK-SYMPOSIUM: LED ./. HALOGEN

BVFK Veranstaltungen - Sa, 2017-05-06 02:00
BVFK-Veranstaltungen rund um die Prolight & Sound

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