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Berufsvereinigung Filmton e. V.

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Aktualisiert: vor 2 Stunden 35 Minuten

Creature-Sounddesign und Techno: Das bvft-Filmton-Panel zu „Der Nachtmahr“ bei Filmplus 16

Fr, 2016-10-07 13:45

Laut und geheimnisvoll – zwei nur scheinbar gegensätzliche Attribute eines Films. Mit „Der Nachtmahr“ zeigt die Berufsvereinigung Filmton beim 16. Filmplus Festival in Köln nicht nur einen der meistbeachteten Filme des Jahres, sondern auch einen, der besondere Herausforderungen an seine Tongestalter stellte. Beim anschließenden Werkstattgespräch werden die Sounddesigner, der Mischtonmeister und AKIZ, Regisseur des Films, erklären, wie sie scheinbare Gegensätze vereint haben.

Auf exzessiven Technopartys versucht die 17-jährige Tina dem spießigen Vorstadtleben ihrer Eltern zu entfliehen. Nach einem solchen Abend aber beginnen anhaltende Albträume. Immer wieder sieht Tina ein ekelhaftes Wesen – halb Greis, halb Fötus. Ihre Eltern glauben, sie leide an einer psychische Störung und sind kurz davor, sie stationär behandeln zu lassen. Als Tina die Begegnung mit der Kreatur sucht, findet sie heraus, dass diese viel mit ihr selbst zu tun hat. Plötzlich beginnt jedoch auch Tinas Umfeld das Wesen zu sehen.

„Der Nachtmahr“ (Deutschland 2015, Regie: AKIZ, 88 min.) – in dessen Vorspann es heißt „…dieser Film sollte laut abgespielt werden!“ – bekam durchweg positive Rezensionen, wurde auf vielen Filmfestivals gefeiert und stand in der Vorauswahl des Deutschen Filmpreises 2016.

bvft Screening und Werkstattgespräch zu „Der Nachtmahr“
Zeit: Montag, 24.10.2016, 13:30 Uhr Vorführung, 15:15 Uhr Werkstattgespräch
Ort: OFF Broadway Kino, Zülpicher Str. 24, 50674 Köln
Moderation: Oliver Baumgarten
Gäste: AKIZ (Regisseur), Manfred Mvié Bauche (Sounddesigner), Leo Brunnsteiner (Sounddesigner), Florian Holzner (Mischtonmeister)
Nach der Vorführung wird ein ausführliches Werkstattgespräch stattfinden, bei dem einzelne Elemente der Tongestaltung präsentiert werden und Fragen gestellt werden können.

Informationen zum Film finden Sie auf: http://www.dernachtmahr-film.de/ und auf http://www.imdb.com/title/tt3141498/?ref_=ttfc_fc_tt
 
Über die bvft:
Die Berufsvereinigung Filmton e.V. (bvft) ist ein im Jahr 2003 gegründeter Verein, der die Belange der professionellen Filmtonschaffenden in Deutschland vertritt. Sie setzt sich für die Wertschätzung des Filmtons gegenüber Fernsehsendern, der Filmwirtschaft und in der Öffentlichkeit ein und ist Kommunikations- und Expertenplattform für technische, kreative und rechtliche Themen.
Die ca. 350 Mitglieder der bvft kommen aus allen Bereichen der Filmtonproduktion und -postproduktion. Sitz der bvft ist Berlin, es gibt Regionalgruppen in München und Köln.
Zu den regelmäßigen Aktivitäten der bvft gehören Veranstaltungen auf Filmfestivals, Jour-Fixe-Abende zu aktuellen Themen und die jährliche Herausgabe des bvft Filmton Guides.

Weitere Informationen zum Panel, zur bvft, sowie Pressematerialien und viele relevante News finden Sie auf der Website der Berufsvereinigung, sowie auf der Facebookseite.

Berufsvereinigung Filmton e.V. (bvft)
Friedrichstraße 210
10969 Berlin
Tel.: +49 30 25932802
http://www.bvft.de
https://www.facebook.com/bvft.ev
Die Pressemitteilung als PDF

bvft beteiligt sich an Vergütungsverhandlungen mit ARD und Produzenten

Fr, 2016-07-15 10:52

Die Berufsvereinigung Filmton (bvft) schließt sich den von ver.di und dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) angestoßenen Verhandlungen mit der ARD, der Degeto und der Produzentenallianz über angemessene urheberische Vergütungen bei Fernsehauftragsproduktionen an.

Seit seiner Neufassung im Jahr 2002 verlangt das Urhebergesetz angemessene Vergütungen bzw. Folgevergütungen für Urheber bei der Nutzung ihrer Werke. In einer allumfassenden Branchenlösung zwischen Sendern, Produzenten und kreativen Filmschaffenden sollen diese jetzt endlich in Form eines Tarifvertrags oder einer gemeinsamen Vergütungsregelung auch für den TV-Bereich festgelegt werden, nachdem 2013 ein Ergänzungstarifvertrag zur Erlösbeteiligung der Filmschaffenden für Kinofilme ausgehandelt worden war. Im TV-Bereich fehlte eine solche Vergütungsregelung bisher.
Nach zwei Sondierungstreffen Anfang des Jahres haben die Verhandlungen um Vergütungen für Urheber und ausübende Künstler bei Fernseh-Auftragsproduktionen am 30. Juni 2016 offiziell begonnen. Die bvft arbeitet eng mit dem Verband deutscher Tonmeister (VDT) zusammen, um für die an TV-Auftragsproduktionen beteiligten Tongestalter die berechtigten Anteile und Grundvergütungen zu verhandeln.

Tariflich geregelt sind zurzeit nur die Mindesthonorare der Originaltonmeister und ihrer Assistenten. An einer zeitgemäßen (TV-)Filmtongestaltung sind aber ebenso Geräuschemacher und -tonmeister, Soundeditoren, Sounddesigner und Mischtonmeister beteiligt. Ihre Klangschöpfungen sind zu einem wichtigen filmischen Mittel geworden und machen einen Großteil der emotionalen Dichte eines Films aus. Erklärtes Ziel der bvft ist es daher, eine Vergütungsregelung und urheberische Erlösbeteiligung zu erzielen, die dem Stellenwert der Tongestaltung bei modernen TV-Produktionen gerecht werden.

„Seit den 90er Jahren haben sich die dramaturgischen Gestaltungsmöglichkeiten und die kreative Praxis des Filmtons enorm weiterentwickelt – auch im TV-Bereich.“ erklärt der geschäftsführende bvft-Vorstand Christoph Oertel. „Angemessene Vergütungen wurden aber gerade in der Postproduktion nie geregelt, so dass sich am Markt Strukturen wild entwickelt haben, die schon lange nicht mehr dem künstlerischen Stellenwert der Tongestaltung innerhalb der Filme und ihrer Verantwortung für den Erfolg eines Films gerecht werden. Die angestrebten Regelungen und Beteiligungen im TV-Bereich sind daher überfällig.“

Über die bvft:
Die Berufsvereinigung Filmton e.V. (bvft) ist ein im Jahr 2003 gegründeter Verein, der die Belange der professionellen Filmtonschaffenden in Deutschland vertritt. Sie setzt sich für die Wertschätzung des Filmtons gegenüber Fernsehsendern, der Filmwirtschaft und in der Öffentlichkeit ein und ist Kommunikations- und Expertenplattform für technische, kreative und rechtliche Themen.
Die ca. 350 Mitglieder der bvft kommen aus allen Bereichen der Filmtonproduktion und -postproduktion. Sitz der bvft ist Berlin, es gibt Regionalgruppen in München und Köln.
Zu den regelmäßigen Aktivitäten der bvft gehören Veranstaltungen auf Filmfestivals, Jour-Fixe-Abende zu aktuellen Themen und die jährliche Herausgabe des bvft Filmton Guides.
Weitere Informationen zur bvft, sowie Pressematerialien und viele relevante News finden Sie auf der Website der Berufsvereinigung, sowie auf der Facebookseite.

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Erfolgreiche bvft-Infoveranstaltung für Berufsanfänger

Do, 2016-06-02 18:27

Die aktuelle Situation in der Filmtonbranche, die Aktivitäten der bvft, Sinn und Vorteil der Mitgliedschaft in einem Interessenverband  – das waren die Hauptthemen der ersten Berufsanfänger-Infoveranstaltung am SAE-Institut Berlin.
Nach einer Initiative der bvft-Mitglieder Björn Funk und Johannes Dammers Anfang diesen Jahres, war es am 26.5.16 soweit: die bvft lud zur ersten Informationsveranstaltung für Berufsanfänger am SAE-Institut Berlin. Johannes Dammers, selbst noch Neuling in der bvft, hielt eine Präsentation zu Themen, die gerade die Einsteiger in die Branche interessieren: die Situation auf dem Arbeitsmarkt, verschiedene Berufsbilder, Gagen, die Vorteil der Mitgliedschaft in einem Berufsverband, die Aktivitäten der bvft und Möglichkeiten der Mitgliedschaft.

Über 20 zukünftige Absolventen der School of Audio Engineering waren gekommen um sich zu orientieren. Nach dem Vortrag entwickelte sich eine rege Fragerunde, während der der Referent und die beiden anwesenden Vorstandsmitglieder Christoph Oertel und Robin Pohle, bereitwillig zu vielen weiteren Details Auskunft gaben.
bvft-Vorstand Robin Pohle zeigte sich erfreut über die positive Resonanz auf dieses erste Event und führt aus: „Sinn und Zweck der Veranstaltung war es auch, zukünftigen Filmtonarbeitern aufzuzeigen, dass man seine Arbeit auch als Berufsanfänger nicht unter Wert anbieten sollte, gerade auch deshalb ist eine Mitgliedschaft in der bvft sinnvoll.“

Ein weiterer soll Vortrag auf der SAE Alumni Convention Mitte Oktober in Köln folgen. Die bvft plant, ähnlich Veranstaltungen möglichst bald auch an anderen deutschen SAE-Instituten anzubieten.

Gewinner des Deutschen Filmpreises für Beste Tongestaltung benannt

Sa, 2016-05-28 01:07

Die Deutsche Filmakademie hat heute die Gewinner des Deutschen Filmpreises 2016 bekanntgegeben. Die ursprünglich für den 10. Juni geplante Verleihung wurde wegen der Fußball EM 2016 auf das heutige Datum vorgezogen. In der Kategorie Beste Tongestaltung lauten die Gewinner:

Frank Kruse
Matthias Lempert
Roland Winke

Sie wurden für ihre Arbeit an Tom Tykwers „Ein Hologramm für den König“ ausgezeichnet. Für Frank Kruse und Matthias Lempert ist dies schon die zweite Lola. Beide erhielten die Auszeichnung bereits 2007 für die Tongestaltung von „Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders“ – ebenfalls ein Tom Tykwer Film.

Das sehr umfangreiche Tonteam des Films umfasst außerdem die bvft-Mitglieder: Hanse Warns, Marcus Sujata, Markus Stemler, Kuen Il-Song und Carsten Richter.

Die bvft gratuliert herzlichst allen Beteiligten und wünscht weiterhin viel Erfolg!

Die Liste aller Nominierungen und Preisträger des Deutschen Filmpreises 2016 gibt es auf der Seite der Deutschen Filmakademie.

Filmschaffende widersprechen der KEF

So, 2016-04-24 15:53

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfiehlt, in ihrem gerade vorgestellten Bericht, eine Absenkung des Rundfunkbeitrags um 30 Cent auf monatlich 17,20 €. Der Dachverband der Filmschaffenden-Verbände widerspricht diesem Vorschlag energisch.
Die Filmschaffenden fordern, den Rundfunkbeitrag mindestens gleich zu halten, wenn nicht geringfügig zu erhöhen, um die prekäre Lage derer zu verbessern, die das Programm herstellen.

Die Empfehlung der KEF beruht auf der Anmeldung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten für die Jahre 2017 bis 2020. Zwar hatten diese eine Erhöhung ihrer Mittel um 10% gefordert, welche jedoch „durch höhere laufende Erträge und die Anrechnung einer Sonderrücklage aus den Beitragsmehrerträgen der Jahre 2013 bis 2016″ – also der Umstellung des Gebührenmodells –  „weitgehend gedeckt“ seien.
In ihrer Prüfung hat die KEF die angemeldete Summe um 965,7 Mio. € reduziert und kommt damit sogar zu einem potentiellen Überschuss von von 542,2 Mio. €. Damit begründet sich ihre Empfehlung, den Rundfunkbeitrag um 30 Cent zu senken.

Die Filmschaffenden fordern hingegen, den Rundfunkbeitrag mindestens gleich zu halten oder ihn geringfügige zu erhöhen. In ihrer Pressemitteilung weisen sie auf die dramatische wirtschaftliche Lage vieler bei Film und Fernsehen beschäftigter hin und fordern, die finanzielle Ausstattung der Sender so zu gestalten, das Filmschaffende von ihrem Beruf auch leben können.
Laut einer Umfrage aus dem letzten Jahr können das nur noch 39 %. Desweiteren können sich 44 % keine ausreichende Erholung leisten, weil sie finanziell darauf angewiesen sind, ständig zu arbeiten. 55 % haben keine ausreichende Altersvorsorge. Somit führen „die geringfügigen Einsparung heute zu Milliardenausgaben später, wenn die Programm-Macherinnen und -Macher in der Altersarmut landen und auf staatliche Hilfen angewiesen sind.“

Ob die Rechnung der KEF wirklich sinnvoll ist, ist fraglich. Vielfach wurde Kritik an der Entscheidung laut. Zum einen hatte die ARD 130 Mio. € die für die Sicherung  des „audiovisuellen Erbes“ angesetzt, welche von der KEF komplett gestrichen wurden.
Zum Anderen bleibt der Wegfall von Einnahmen durch Radiowerbung beim WDR unberücksichtigt. Die Landesregierung von NRW hatte Ende Januar in der Novelle des WDR-Gesetzes beschlossen, ab 2017 beim WDR-Hörfunk die Werbung zu reduzieren. Diese Entscheidung konnte laut KEF nicht berücksichtigt werde, da sie nach Beginn des Prüfverfahrens stattgefunden habe.
Das wichtigste Argument gegen die Beitragssenkung aber liefert der KEF-Vorsitzende Heinz Fischer-Heidlberger selbst. Werde der Beitrag jetzt gesenkt, so ist doch mit einer Steigerung auf 19,40€ ab 2021 zu rechnen. Dann seien die Rücklagen aus der Umstellung auf die Rundfunkabgabe aufgebraucht. Ob diese Erhöhung dann bei den Ministerpräsidenten genauso gut ankommt, wie die Senkung, die sie jetzt ihren Wählern schenken dürfen, kann bezweifelt werden.

Die Deutsche Filmakademie benennt die Lola-Nominierungen 2016

Fr, 2016-04-15 20:19

Pünktlich sechs Wochen vor Preisverleihung, wurden gestern die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2016 von der Deutschen Filmakademie bekannt gegeben.

Dabei wurden folgende Tonteams, für den mit 10.000€ dotierten Preis, in der Kategorie Beste Tongestaltung benannt:

Frank Kruse, Carlo Thoss und Bruno Tarrière für Colonia Dignidad – Es gibt kein zurück

Roland Winke, Matthias Lempert und Frank Kruse für Ein Hologramm für den König

Paul Rischer und Stefan Korte für Er ist wieder da

Wie zuvor, findet die feierliche Verleihung des Deutschen Filmpreises auch dieses Jahr in Berlin statt. Diesmal am 27.5.2016. Die ARD zeigt die Veranstaltung ab 22:15h.

Die bvft beglückwünscht alle Nominierten und drück die Daumen im Rennen um die Lola! Wir werden die Gewinner natürlich an dieser Stelle bekanntgeben.

Die Nominierten aller Kategorien finden sich hier.

DVB-T2: Das große Sender-Schieben beginnt

Mo, 2016-04-11 13:25

Digitale Dividende II und die Umstellung auf DVB-T2 bewirken ab Mai 2016 eine europaweite Umstellung der Sendekanäle für terrestrisches Fernsehen, die in mehreren Wellen bis 2018 anhalten wird. Für die Anwender und Besitzer von Funkstrecken bedeutet dies Frequenz-Unsicherheit bei erneut hohen Investitionskosten.

Am 31. Mai 2016 startet in 15 Ballungsräumen das neue Antennen-Fernsehen DVB-T2 HD. Wer in diesen Gebieten drahtlose Produktionsmittel betreibt, sollte jetzt prüfen, ob seine Geräte in den Fernsehkanälen arbeiten, in denen zukünftig DVB-T2 HD ausgestrahlt wird. Dies erfolgt zunächst zusätzlich zu der Verbreitung von DVB-T.

Störungen bereits vor dem 31. Mai 2016 möglich

Bereits vor dem 31. Mai 2016 kann es z.B. bei Leistungstests oder beim Einmessen der Sender zu Störungen kommen. Die genauen Zeiten für diese Tests der einzelnen Sender hängen vom Fortschritt beim Aufbau ab. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Sender schon im Mai tage- oder stundenweise betrieben werden.

→ Aktuelle Meldungen auf SOS – Save out spectrum

Entschädigung

Kann das drahtlose Equipment nach dem Start von DVB-T2 HD nicht mehr genutzt werden, weil in dem Gebiet auch die Nachbarkanäle vom Fernsehen belegt sind, kann bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistung (BAV) eine Entschädigung beantragt werden. Dies gilt aber auch, wenn nur ein Kanal unbrauchbar ist und die Anlage noch in den Nachbarkanälen eingesetzt werden kann. Das BAV zahlt dann eine anteilige Entschädigung.  Nähere Informationen zu Ausgleichszahlungen finden Sie hier.

Weitere TV-Sender werden ab März 2017 umgestellt

Die Einführung von DVB-T2 HD ist der erste Schritt zur Räumung des 700-MHz-Bandes für den Mobilfunk. Ab März 2017 soll dann bis 2019 schrittweise die Räumung dieses Spektrums erfolgen. Welche TV-Kanäle im Bereich 470 – 694 MHz in den einzelnen Regionen neu oder zusätzlich in Betrieb gehen werden, hängt u.a. noch von dem Ergebnis der laufenden Auslandskoordinierungen ab. Ziel ist es, die Frequenzplanung im Herbst 2016 abzuschließen.

Eine Liste mit den neuen Sendern bzw. Kanälen und dem genauen Zeitpunkt der Umstellung im Jahr 2017 werden wir dann auf dieser Seite veröffentlichen.

Aktuelle Übersicht über das UHF-Spektrum

Die bvft bietet deshalb für Ihre Mitglieder einen Überblick über die in Deutschland für DVBT / DVBT-T2 genutzen Fernsehkanäle und Senderstandorte. Nach LogIn kann im internen Downloadbereich das entsprechende PDF heruntergeladen werden.

Noch keine Planungssicherheit

Die Umstellung von DVBT auf den hochauflösenden Nachfolgestandard DVB-T2, sowie das Zusammenrücken auf den nunmehr fast halbierten UHF Bereich 470-694 MHz, bewirkt in den Jahren bis 2018 ein wiederholtes Umstellen der aktiven Fernsehkanäle. Zurzeit gibt es noch keine verlässlichen Angaben, welche Kanäle in Zukunft in den jeweiligen Regionen genutzt werden können. In regional auch unterschiedlichen Übergangsphasen wird es sogar mitunter notwendig sein, Kanäle einzusetzen, die später wieder geräumt werden. Das Störszenario ist deshalb nur kurzfristig vorhersehbar, nicht langfristig planbar!

Regierungsentwurf zum Urhebervertragsrecht lässt Urheber im Stich.

Sa, 2016-03-19 18:24

 „Dieser Entwurf gibt den Urhebern Steine statt Brot“, erklärt Prof. Dr. Gerhard Pfennig, Sprecher der Initiative Urheberrecht. Die Initiative Urheberrecht (der über 35 Berufsverbände und über diese über 140.000 Urheber und ausübende Künstler angehören) kritisiert, dass der Entwurf den berechtigten Erwartungen der Kreativen nicht gerecht wird.

Hier der Artikel auf der Webseite der Initiative Urheberrecht:

www.urheber.info/aktuelles/2016-03-15_regierungsentwurf-zum-urhebervertragsrecht-laesst-urheber-im-stich

EBU aktualisiert Dokumente zur Lautheitempfehlung

So, 2016-02-28 16:19

Die PLoud Arbeitsgruppe der European Broadcast Union hat mehrere Veröffentlichungen zur Lautheitsempfehlung EBU R128 überarbeitet. Die Aktualisierungen betreffen den Umgang mit Werbeprogrammen, stellen Minimalanforderungen für Lautheitsmessgeräte, verfeinern die LRA-Messung und bieten verbesserte Produktionsrichtlinen zur Herstellung von R128 konformen Programmen.

In die überarbeiteten Materialien sind zahlreiche Erfahrungen eingeflossen, die in den fünf Jahre seit Veröffentlichung der ersten Empfehlung gemacht wurden. Dabei weißt die EBU deutlich darauf hin, dass die Lautheitsempfehlung EBU R128 selbst nicht verändert wurde, lediglich verschiedene Zusätze wurden überarbeitet.

Wichtigste Neuerung dürfte die Überarbeitung des Anhangs für Kurzzeit-Programmmaterial sein. Die Ergänzung „EBU R 128s1 Loudness Parameters for short-form Content“ widmet sich dem Umgang mit Werbematerial und Programmvorschauen. Darin wurde bisher vorgeschlagen, entweder einen maximalen Momentanwert oder einen maximalen Kurzzeitwert zur Regulierung der Lautheit festzulegen. In Version 2.0 des Papiers wird nur noch die Kurzzeitmessung empfohlen. Ziel der Einschränkung ist es, den Programmaustausch mit unterschiedlichen Sendern weiter zu vereinfachen.

Die Leistungsvorgabe für Lautheitsmessgeräte EBU Tech 3341 wurde in der aktuellen Version um neue Minimalanforderungen ergänzt. Darüber hinaus wurde das EBU Loudness Test Set um 15 neue Testsignale erweitert.

Die Festlegung zur Messung der Loudness Range (EBU Tech 3342) wurde verfeinert. Die Neuerung entspricht besser den Werten, die durch integrierte Lautheitmessung und Kurzzeitmessung vorgegebenen sind.

Letztendlich wurden auch die von Florian Camerer herausgegeben Empfehlungen zur Produktion von Programmen nach R128 überarbeitet. Das als Referenzanleitung geltende EBU Tech 3343 Dokument findet sich, wie auch die anderen PDFs, auf der Loudness-Seite der EBU. Die EBU spricht sich darin deutlich gegen die Produktion von gleichförmigen „Lautheitswürsten“ aus. Es ist zu erwarten, dass Sender und Hersteller bald die neuen Empfehlungen übernehmen.

Maas stellt sich hinter Kreative

Mi, 2016-02-17 11:32

Bei einer Veranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des Bundesverband Schauspiel (BFFS),betont Justizminister Heiko Maas seinen Willen, die Position der Kreativen in der geplanten Urhebervertragsrechtsreform zu stärken. Dies berichtet Blickpunkt-Film in einem ausführlichen Artikel.

Auf der Veranstaltung am 14.2. in der Berliner Akademie der Künste, bei der auch Vertreter von BVR und ARD-Degeto anwesend waren, verteidigte Maas seinen Gesetzentwurf zur Novellierung des Urhebervertragsrechtes auch gegen die lautstarke Kritik von Seiten der Rechteverwerter. Sender, Verleiher und Verleger hatten seinen Entwurf zuletzt als praxisfern kritisiert. Maas hielt dem entgegen, an den im Entwurf geplanten Instrumenten zu seiner Durchsetzung, etwa dem Auskunftsanspruch über die Verwertung und dem Verbandsklagerecht, festhalten zu wollen.

Das seit 2002 bestehende Gesetz zielt darauf ab, Kreative für ihre Arbeit angemessen zu bezahlen und an der Nutzung und dem wirtschaftlichem Erfolg der Werke zu beteiligen. Seine Umsetzung gestaltet sich jedoch äußerst schwierig. So seien seither nur fünf Verträge über Vergütungsregelungen abgeschlossen worden und Total-buy-out-Vertäge sind noch immer die Regel. Problematisch ist vor allem, in dem bei ÖR-Auftragsproduktionen üblichen Geflecht aus Subunternehmen und Koproduzenten, überhaupt die richtigen Vertragspartner für die Vergütungsansprüche der Kreativen zu finden. Praxisnah erscheint daher – vor allem aus Sicht der Verwerter – an Stelle für jeden der vielen Branchenverbände ein eigenes Vergütungssystem einzuführen, eine Branchenlösung zu etablieren. Dazu gab es am 28.01.2016 ein erstes großes Sondierungsgespräch zwischen der ARD, DEGETO, der Produzentenallianz, ver.di, BFFS und 15 weiteren Kreativ-Berufsverbänden, darunter die bvft als Vertreter der Filmtongestalter. Ein weiteres Sondierungsgespräch wird es am 13.04.2016 geben.

Post für die Produzentenallianz

Mo, 2016-02-01 22:08

Die Verhandlungen um den neuen Tarifvertrag für auf Produktionsdauer beschäftigte Film- und  Fernsehschaffende sind ins Stocken geraten. In der zweiten Verhandlungsrunde am 21.1. haben die die Vertreter der Produzentenallianz die Kernforderungen der ver.di Filmunion nach kürzeren Arbeitszeiten und einer Erhöhung der Wochengagen um mindesten 50€ zurückgewiesen. Zwar kamen erfreulicherweise über 60 Filmschaffende zur solidarischen Aktion „12 statt 13″ an den Münchner Wittelsbacherplatz, doch wird für die Durchsetzung der Forderungen weitere Unterstützung benötigt werden.

Daher hat sich die FilmUnion eine Aktion überlegt, mit der eine breite Menge von Filmschaffenden ihre Zustimmung zu den Forderungen kundtun kann. Vertreter der FilmUnion werden im Februar Filmsets in ganz Deutschland besuchen und Postkarten verteilen, die von Filmschaffen ausgefüllt werden können um vor der dritten Verhandlungsrunde am 1.3.2016 der Arbeitgeberseite übergeben zu werden.

Diese Postkarten werden auch in ausreichender Menge bei der bvft-Mitgliederversammlung am 19.2. in Berlin vorhanden sein. Ein weiterer Grund zur MV zu kommen!

Direkt bestellt werden können die Postkarten bei den regionalen Vertreter der FilmUnion.

Außerdem bittet ver.di um Hinweise zu laufenden Drehs, damit möglichst viele Sets besucht werden können.

bvft präsentiert den Filmton Guide 2016

Di, 2016-01-26 11:33

Am 13. Februar 2016 ist es soweit: Pünktlich zur Berlinale veröffentlicht die Berufsvereinigung Filmton ihren kostenlosen Filmton Guide 2016. Die jährliche Publikation der bvft erscheint bereits zum sechsten Mal und wird beim Empfang der Filmschaffenden-Verbände dem interessierten Publikum vorgestellt.

Dick ist er geworden. Mit 540 Seiten ist es der umfangreichste Filmton Guide, den die bvft seit seiner Erstauflage 2011 herausgebracht hat. Dies spiegelt deutlich die stetig wachsende Zahl der Vereinsmitglieder wieder, die im „Guide“ mit einem eigenen Profil präsentieren werden. Zudem enthält er auch in diesem Jahr wieder Profile von Mitgliedern des österreichischen VOESD. Damit ist er das ideale Nachschlagewerk für Regisseure, Produktionsfirmen und Postproduktionshäuser, die im deutschsprachigen Raum nach Filmtonprofis für ihre Projekte suchen.

Neben den nach Berufsbildern sortierten Profilen der in der bvft organisierten Filmtonschaffenden und der aktualisierten bvft-Gagenempfehlung für Setton- und Tonpostproduktionsberufe bietet der Filmton Guide 2016 wieder zahlreiche Artikel und Informationen zum Filmton.

bvft-Vorstandsmitglied Christoph Oertel zur Veröffentlichung des 6. Filmton Guides: „Der Filmton Guide hat sich inzwischen sehr gut etabliert und ist in der Branche stark nachgefragt. Ich bin sehr froh und ein wenig stolz, dass wir ihn nun schon zum sechsten Mal in Folge herausbringen.“

Fakten zum Filmton Guide 2016:
Auflage: 2000 Stück
Umfang: 540 Seiten
Anzahl der Profile: 350
Kostenlose Bestellung über: guidebestellung@bvft.de
Online Blätterexemplar unter: http://www.bvft.de/wordpress/?page_id=3752

Über die bvft:
Die Berufsvereinigung Filmton e.V. (bvft) ist ein im Jahr 2003 gegründeter Verein, der die Belange der professionellen Filmtonschaffenden in Deutschland vertritt. Sie setzt sich für die Wertschätzung des Filmtons gegenüber Fernsehsendern, der Filmwirtschaft und in der Öffentlichkeit ein und ist Kommunikations- und Expertenplattform für technische, kreative und rechtliche Themen.
Die ca. 350 Mitglieder der bvft kommen aus allen Bereichen der Filmtonproduktion und -postproduktion. Sitz der bvft ist Berlin, es gibt Regionalgruppen in München und Köln.
Zu den regelmäßigen Aktivitäten der bvft gehören Veranstaltungen auf Filmfestivals, Jour-Fixe-Abende zu aktuellen Themen und die jährliche Herausgabe des bvft Filmton Guides.
Weitere Informationen zur bvft, sowie Pressematerialien und viele relevante News finden Sie auf der Website der Berufsvereinigung, sowie auf der Facebookseite.

Berufsvereinigung Filmton e.V. (bvft)
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Die Pressemitteilung als PDF

Präsenz zeigen für den neuen Tarifvertrag

Mo, 2016-01-18 14:11

Kommt zur Demo am 21.1.16, 9:00h in München, Wittelsbacherplatz 1!

Bereits seit November vergangenen Jahres laufen die Verhandlungen zum neuen Tarifvertrag für auf Produktionsdauer beschäftigte Film-und Fernsehschaffende (TV FFS). Die bvft mit ihrem Sitz im Tarifausschuss (TA FFS) der verdi FilmUnion, ist direkt an der Gestaltung des neuen Tarifvertrags beteiligt. Die Kernforderungen der FilmUnion – deutliche Verbesserungen bei Gagen und Arbeitszeiten – werden von der bvft vollumfänglich mitgetragen. Diese Kernpunkte sind aus einer verdi-Umfrage unter 900 Filmschaffenden hervorgegangen.

Die Forderungen der FilmUnion lauten im Detail:

  • Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf höchstens 12 Stunden.
  • Erhöhung der Wochengagen um mindesten 50€.
  • Reaktivierung des Zeitkontos 50-40-Plus, womit wieder Mehrarbeit und Zuschläge oberhalb von 40 Stunden, nicht wie momentan oberhalb von 50 Stunden, in das Zeitkonto fließen würden.
  •  Aufnahme der Gewerke Beleuchtung und Kamerabühne in den Tarifvertrag. Dabei ist angepeilt, für Oberbeleuchter eine Wochengage von 1600 €, für Kamerabühne von 1550 € und für weitere Berufe der Gewerke entsprechend abgestufte Gagen, festzulegen.
  • Anrechnung von Shuttle-Zeiten zwischen Hotel und Drehort zur Arbeitszeit.
  • Gewährleistung der Anwendung des Tarifvertrages.

Das Angebot der Arbeitgeberseite geht bisher leider auf keine dieser Forderungen ein. Bei der ersten Verhandlungsrunde am 27.11.2015 in Berlin legte die Produzentenallianz lediglich ein Angebot vor, dass eine Erhöhung der Gagen um 1,3 Prozent im April 2016 und um weitere 1,5 Prozent im Jahr 2017 vorsieht. Auch wenn die Inflationsrate in Deutschland 2015 lediglich bei 0,5 Prozent lag, geht die Prognose der Deutschen Bundesbank für die Jahre 2016 und 2017 Raten von 1,8 bzw 2,2 Prozent aus. Damit entspräche das Angebot der Produzentenallianz nicht einmal einem Inflationsausgleich.

Den zweiten Kernpunkt der Forderungen der FilmUnion, die Verringerung der Tageshöchstarbeitszeit auf maximal 12 Stunden, lehnt die Produzentenallianz – wie auch jede weitere Reduzierung der Arbeitszeiten – strikt ab.

Daher fordern wir alle Filmtonschaffenden auf, die Verhandlungen um den neuen Tarifvertrag aktiv zu unterstützen! Hierzu wird am 21.1.16 ab 9:00h in München eine Kundgebung am Wittelsbacherplatz 1 stattfinden.
Zeigt Präsenz am Verhandlungsort der 2. Verhandlungsrunde! Kommt zur Demo und unterstützt die verdi FilmUnion und die bvft bei der Durchsetzung ihrer Forderungen!

Unser neuer Veranstaltungskalender ist online

Di, 2016-01-12 16:48

Wir freuen uns einen neuen Service für alle Filmtoninteressierten vorstellen zu dürfen. Ab sofort ist der neue bvft-Veranstaltungskalender online!

Auf unserer neuen Kalenderseite finden sich alle Veranstaltungen der bvft, sowie viele Termine von Filmfestivals, Messen und Veranstaltungen unserer Partnerorganisationen und Unterstützern. In tabellarischer Form sind die Events nach den Stadten Berlin, München und Köln filterbar.
Das Beste aber: unser Kalender kann direkt in CalDAV kompatible Kalenderprogramme wie iCal, Apple Calender, Outlook oder Sunbird importiert werden. Damit bleibt jeder leicht auf dem aktuellen Stand und erspart sich das manuelle Eintragen von Veranstaltungen. Unser Kalender wird regelmäßig aktualisiert. Bei Anregungen oder wenn es einen Termin gibt, den Sie gerne in unserem Kalender sehen würden, freuen wir uns über eine email an pr@bvft.de.

 

Professur für Sounddesign an der FH-Dortmund

Do, 2015-12-03 16:51

Die FH Dortmund hat eine Professur für Sounddesign zu vergeben. Da die Bewerbungsfrist bald endet, wollen wir hier etwas nachhelfen und auf die offene Stelle hinweisen. Anbei die Stellenausschreibung.

Professur für Sounddesign (Vertretungsprofessur befristet auf zunächst 2 Jahre / 14 SWS – Bes. Gr. W2 BBesO)

Der/ Die Aufgabeninhaber/ -in soll das Gebiet „Sounddesign“ für Film sowie weitergehend möglichst curriculare Themen wie Produkt-Sounddesign, Soundbranding, Soundscape-Komposition oder Akustik-Design in Lehre und Forschung vertreten.

Gesucht wird ein/e Sounddesigner/in, möglicherweise erweitert in den soundkünstlerischen Bereich mit überregional anerkanntem professionellen Profil, der/die es als produktive Herausforderung empfindet, mit Studierenden und Kollegen/-innen in audiovisuellen Medien (vorrangig Film) integrativ zu arbeiten.

Zu den wichtigen Aufgaben gehört die Lehre im bestehenden Studiengang BA Film&Sound und in dem im Sommersemester 2016 startenden Studiengang MA Sound im Fachbereich Design der FH Dortmund.

Einstellungsvoraussetzungen

Einstellungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes künstlerisch/ gestalterisches Hochschulstudium, möglichst im Bereich der Filmtongestaltung, sowie mehrjährige nachweisliche praktische Erfahrungen in der Mischung, im Editing Bild und Ton und ggf. auch im Sound-Recording für Filme. Gewünscht ist darüber hinaus möglichst auch eine nachweisbare Beschäftigung mit Soundthemen außerhalb des Films (s.o.)

Bewerbungen

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sowie einem aussagekräftigen Lehrkonzept werden bis spätestens 04.01.2016 an den Rektor der Fachhochschule Dortmund, Sonnenstr. 96-100, 44139 erbeten.

Keine „3. Digitale Dividende“ – für mindestens 10 Jahre

Mo, 2015-11-30 12:30

Gute Nachrichten von der Weltfunkkonferenz 2015 (WRC-15), welche am Freitag in Genf mit der feierlichen Unterzeichnung der Abschlussdokumente zu Ende ging.

Im Anschluss an die Tagung informierte Matthias Fehr, Präsident der Association of Professional Wireless Production Technologies e.V. (APWPT), die Mitglieder, zu denen auch die bvft gehört, über die Ergebnisse: „Im Vorfeld bestand die große Sorge, dass durch die ITU-R weitere Frequenzbereiche im UHF-TV-Bereich von 470-694 MHz an den Mobilfunk vergeben werden. Das hat nicht stattgefunden – im Gegenteil! Als „Kompromiss“ mit den Staaten, die eine weitere „Digitale Dividende“ forderten wurden Studien zur Nutzung des gesamten UHF-TV-Bereichs vereinbart. Ergebnisse dieser Studien sollen erst zur Weltfunkkonferenz im Jahr 2023 beraten werden. Eine Umsetzung ist aus heutiger Sicht nicht vor der WRC im Jahr 2027 möglich – also mindestens für 10 Jahre Planungssicherheit für den Rundfunk und die Programm- und Veranstaltungsproduktion.“

Die bvft freut sich über diese positive Entwicklung und dankt der APWPT für ihr Engagement!

 

bvft-Mitglied gewinnt Auszeichnung der Deutschen Akademie für Fernsehen

So, 2015-11-29 22:57

Bereits zum dritten mal hat die Deutsche Akademie für Fernsehen in diesem Jahr ihre Auszeichnungen vergeben. Prämiert wurden diesmal herausragende Leistungen der Fernsehproduktion in 21 verschiedenen Kategorien. Die feierliche Verleihung fand am Samstag den 28.11.2015 im Filmforum NRW in Köln statt.

Nachdem im Vorjahr mangels Einreichungen kein Preis für das Gewerk „Ton“ vergeben wurde, gab es diesmal wieder einen Gewinner in der Kategorie „Beste Tongestaltung“. Die bvft gratuliert herzlichst Thomas Warneke, Andreas Hintzsch und Clemens Grulich, die für ihre Arbeit am Film „Die Schneekönigin“ ausgezeichnet wurden. Ganz besonders freuen wir uns, dass dieses Jahr mit Andreas Hintzsch zum ersten mal ein bvft-Mitglied unter den Gewinnern ist, sowie dass bvft-Tonassisten Ron Klober die Angel bei diesem Film geführt hat. Herzlichen Glückwunsch!

Die Liste aller Preisträger der verschiedenen Kategorien kann hier eingesehen werden.

 

Filmplus schenkt dem Filmton Gehör

Do, 2015-11-05 14:07

Einen Grund zum Feiern braucht man im Rheinland ja bekanntlich nicht unbedingt. Einen ganz besonderen Grund dafür gab es jedoch gerade beim Festival „Filmplus“ in Köln. Neben der Vergabe von drei Schnittpreisen und einem Ehrenpreis konnten die Macher des „Festival für Filmschnitt und Montagekunst“ dieses Jahr das fünfzehnjährige Bestehen ihres Filmfests feiern. 

Für die an Tongestaltung interessierten Besucher hatte das Festival eine Vielzahl sehenswerter Filme zu bieten. So rief schon der Eröffnungsfilm „Die Katze“ von Dominik Graf eindrucksvoll in Erinnerung, dass hervorragende Tongestaltung bereits 1988 mit Magnetband am Schneidetisch möglich war. Das anschließende Filmgespräch mit der Editorin des Films und diesjährigen Ehrenpreisträgern Christel Suckow, drehte sich somit in großen Teilen um die Tongestaltung des vom legendären Milan Bor gemischten Films.
Ein weiterer Höhepunkt in Hinblick auf das Sounddesign war sicher „Who am I – kein System ist sicher“. Der diesjährige Gewinnerfilm des Deutschen Filmpreises in der Kategorie „Beste Tongestaltung“ lief im Spielfilmwettbewerb des Schnittfestivals. Über die Tonproduktion des Films haben die bvft-Mitglieder Ansgar Frerich und Florian Beck bereits ausführlich in einem Videoblog  und verschiedenen Vorträgen berichtet. Aus tongestalterischer Sicht nicht unerwähnt bleiben darf auch der Dokumentarfilm „Song from the Forest“. Dessen Protagonist, Louis Sarno, hat im Laufe von 25 Jahren über 1000 Stunden Musik und Gesänge des Pygmäenstamms der Bayaka im zentralafrikanischen Dschungel aufgenommen. Die Tonspur des Films ist somit ein ausgezeichnetes Beispiel für die Verwendung von dokumentarischer Filmmusik.

Die bvft war in diesem Jahr zum dritten Mal Partner des Festivals und somit wieder mit einer Filmvorführung und einem Panel vertreten. Nach den erfolgreichen Veranstaltungen mit den Filmen „Rush“ und „Das finstere Tal“ in den Vorjahren, war es diesmal der dänische Politthriller „The Idealist“ von Christina Rosendahl, anhand dessen den Besuchern die Gestaltungsmöglichkeiten der Tonspur und ihre Auswirkungen auf die Filmdramaturgie demonstriert wurden. Am letzten Tag des Festivals fanden sich ca. 50 Interessierte im Kölner OFF Broadway Kino ein, um an der Vorführung und dem anschließenden Panel teilzunehmen. Als Gäste waren der dänische Sounddesigner Peter Albrechten und Mischtonmeister Lars Ginzel nach Köln gekommen. Die Moderation der Veranstaltung wurde von bvft-Vorstandsmitglied Andreas Hildebrandt übernommen.

Der auf wahren Begebenheiten basierende Film „The Idealist“ beginnt im Jahr 1988 und folgt der Recherche des dänischen Radiojournalisten Poul Brink. Dieser kommt einer groß angelegten Vertuschung im Zusammenhang mit einem zwanzig Jahre zuvor über dem dänischen Grönland abgestürzten B52-Bomber auf die Spur. Die Dramaturgie des Films bedient sich einerseits einer Vielzahl historischer Film- und Tonaufnahmen, andererseits übernehmen die von der Hauptfigur produzierten Radiosendungen und Interviews eine zentrale narrative Rolle. Sie vermitteln immer wieder Brinks Fortschritt bei seinen Recherchen. Somit fiel dem Sound Design nicht nur die Aufgabe zu, das akustische Szenenbild der späten achtziger Jahre originalgetreu zu erschaffen, sondern vor allem auch, die Radiodialogelemente dramaturgisch unterstützend zu gestalten und eine eigene Klanglandschaft für die historischen Dokumentaraufnahmen zu entwerfen. „Ich hatte die Idee, den Sound als Mittel zu verwenden, um in den Kopf der Hauptfigur zu gelangen“, so Albrechtsen.

Peter Albrechtsens Zusammenarbeit mit Christina Rosendahl reicht 20 Jahre bis zu deren Studienzeit zurück. Aufgrund dieser engen Vertrautheit und erfolgreichen Zusammenarbeit bei früheren Filmen, war der Sounddesigner schon während der Drehbuchphase in das Projekt involviert. Dies gab Albrechten die Möglichkeit, Geräusche historischer Ausstattungsgegenstände wie Schreibmaschinen, Telefone und Autos, in Absprache mit der Ausstattungsabteilung frühzeitig und ohne großen Zeitdruck aufzunehmen. „Das Drehbuch war fast so etwas wie ein Menü, man nimmt die verschiedenen Elemente auf, um sie dann später zusammenzubringen. Als der Bildschnitt begann, gab es eine Sammlung von Geräuschen die der Filmeditor verwenden konnte“. Diese Aufnahmen verliehen dem Film später einen großen Teil seiner Authentizität, einer „historischen Realität “ wie Albrechten es nennt. Auch der gesamte Prozess des Filmschnitts erfuhr durch die frühe Einbeziehung des Sounddesigners eine Veränderung. „Ich bekam eine Sequenz, fügte Tonelemente hinzu und mischte sie in Stems, die ich an den Editor zurückgab. Damit konnte er weiter schneiden. Es entstand eine Interaktion“. Dieses Wechselwirkung zwischen Bildschnitt und Tongestaltung erstreckte sich auch auf die Filmmusik. Filmkomponist Jonas Struck war ebenfalls frühzeitig Teil des Teams, womit auf die Verwendung von Temp-Musik komplett verzichtet werden konnte. „Als der Bildschnitt begann, gab es bereits ungefähr zwanzig Stücke, die verwendet werden konnten. Die Stimmung der Originalmusik war von Anfang an gegenwärtig“.

Wiederholt betonten Albrechten und Ginzel, der etwa ein Jahr vor der Filmmischung Teil des Tonteams wurde, dass die hohe Qualität der Tongestaltung nur durch den langen Zeitraum und ihre frühe Einbeziehung in das Projekt möglich war. Der außergewöhnlich große Zeitrahmen konnte auch dazu genutzt werden, viele historische Töne zu recherchieren und spezielle Aufnahmen anfertigen zu lassen. So konnte Albrechtsen Tonaufnahmen von B52 Flugzeugen, Originaldurchsagen , die nach dem Absturz gesendet wurden, und Teile von historischen Blackbox-Aufnahmen finden und diese in das Sounddesign integrieren. Für die im Original größtenteils nur stumm vorhandenen dokumentarischen Filmaufnahmen verwendete er Kontaktmikrofonaufnahmen, die ihm der dänische Klangkünstler Jacob Kirkegaard zur Verfügung stellte. „Diese Aufnahmen waren das Schlüsselelement um die stummen Archivbilder in den Fluss des Filmes zu integrieren.“

Während des Panels wurden zu verschiedenen Szenen des Films die einzelnen Tonebenen getrennt vorgespielt und so der Aufbau des Sounddesigns verdeutlicht: Bei „The Idealist“ entwickelte sich die Tonspur des Films quasi parallel zum Filmschnitt. „Von Anfang an hatten wir die verschiedenen Teile als Stems vorliegen, so konnten wir sagen, wir nehmen dieses Element hier und verwenden jenes an einer anderen Stelle.“

Ginzel fasst die Arbeit am Film so zusammen: „Wirklich gutes Sounddesign fängt lange vor dem Dreh an, es beginnt mit dem Drehbuch und einem Regisseur, der den Möglichkeiten des Sounddesigns offen gegenüber steht“.

Die bvft beim Filmplus Festival 2015

Mi, 2015-10-14 18:31

Die bvft freut sich auch dieses Jahr beim Filmplus Festival in Köln mit einem Werkstattgespräch vertreten zu sein. Dieses mal geht es um das historisch akkurate Sounddesign des dänischen Politthrillers „The Idealist“.

„The Idealist“ (Dänemark 2015, Regie: Christina Rosendahl, 114 Min., OV mit engl. UT) folgt der Recherche eines dänischen Radiojournalisten. Dieser will im Jahr 1988 Ungereimtheiten im Zusammenhang mit einem zwanzig Jahre zuvor abgestürzten B52 Bomber aufdecken. Die Tongestaltung des Films lässt den Zuschauer unmittelbar in die Suche des Protagonisten eintauchen. Sounddesign und Filmmusik arbeiten sehr eng zusammen und setzten so, gemeinsam mit der Filmmontage, ein Puzzle aus verschiedenen Zeitebenen zusammen Die historisch akkurate Tongestaltung versetzt den Zuschauer plastisch in die Zeit der analogen Tonaufzeichnung – quasi unter den Kopfhörer des Radiojournalisten.

Am Montag den 26.10.2015 werden Sounddesigner Peter Albrechtsen (The Queen of Versailles, Antichrist, The Girl with the Dragon Tattoo) und Mischtonmeister Lars Ginzel (Cloud Atlas, Enter the Void, Waltz with Bashir) zu Gast im OFF Brodway Kino in Köln sein. Nach der Vorführung des Films um 13 Uhr, findet um 15:15 Uhr ein ausführliches Werkstattgespräch statt. Dabei werden einzelne Elemente der Tongestaltung präsentiert und es können Fragen gestellt werden. Moderiert wird das Gespräch von bvft-Vorstand Andreas Hildebrandt. Es wird in englischer Sprache geführt werden.

Der Eintritt zu dieser Filmplus-Veranstaltung ist für bvft-Mitglieder kostenlos. Freikarten können unter akkreditierung@filmplus.de bestellt werden. Außerdem besteht für bvft-Mitglieder die Möglichkeit einer vergünstigten Akkreditierung zum Festival. Diese kostet dann nur 20€.

Weitere interessante Informationen zur Arbeit von Peter Albrechtsen und Lars Ginzel an diesem Film finden sich hier.

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