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Bundesverband Produktion Film und Fernsehen e.V.

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Aktualisiert: vor 1 Stunde 26 Minuten

München: Stammtisch BFFS

Mi, 2016-06-22 10:24

Montag 27. Juni um 16 Uhr
 „Terrasse“ am Neubau der Akademie der Künste
Akademiestraße 4 (gegenüber vom ARRI-Kino)
80799 München

Datum: Montag, 27 Juni, 2016 - 16:00

FIlmfest München: Mal zum BFFS Stammtisch!

Mi, 2016-06-22 10:21

Der BFFS ist dem Die Filmschaffenden e.V. beigetreten, ihm ist es Ernst mit der Zusammenarbeit. Wie immer lädt er auch die anderen Gewerke zu seinem Stammtisch ein!

"Liebe Mitglieder,
aufgrund des Filmfests München wird der Münchner Stammtisch in diesem Monat durch ein "Get Together" ersetzt und an einem früheren Datum stattfinden. Vorab möchten wir euch wie immer Thema, Treffpunkt und Treffort mitteilen:
WANN: Montag 27. Juni um 16 Uhr
WO: „Terrasse“ am Neubau der Akademie der Künste, Akademiestraße 4, 80799 München (gegenüber vom ARRI-Kino)
Thema: Get Together beim Filmfest München
Der Münchner BFFS-Stammtisch bleibt sich und seiner Tradition auch 2016 treu. Wir treffen uns „wie immer“ auf der wunderschönen Terrasse am Neubau der Akademie der Künste. Wir wollen diese schöne Gelegenheit dazu nutzen, die Kolleginnen und Kollegen der anderen Stammtische und Städte kennenzulernen und uns auszutauschen.
Da das Münchner Filmfest nun mal dieses sommerliche Flair hat, und ein für viele Kolleginnen und Kollegen ein wichtiger Aspekt bei diesem  Festival das „Sich-Treffen“ ist, wird das auch unser Thema sein. Der einzige Tagesordnungspunkt bei diesem besonderen Münchner Stammtisch wird also sein, sich zu treffen, inklusive ratschen, quatschen, klönen.
Getränke und kleine Speisen kann man in diesem Jahr am Tresen des exklusiven Imbisswagens „Bavarian Coffee“ erstehen. Fast wie beim Catering am Set. Und auf der Treppenterrasse und dem Vorplatz der Akademie lässt sich trefflich „zusammenkommen“. Bei schlechtem Wetter einfach mit Regenschirm.
Wir freuen uns auf alle Schauspielerinnen und Schauspieler und gleichzeitig auch alle Filmschaffenden aus anderen Gewerken, wie zum Beispiel Maske, Kostüm, Regie, Casting, Agenturen und und und, die ebenso herzlich willkommen sind. Eben alle, die mit uns vor und hinter der Kamera zusammenarbeiten und sich in diesen Tagen in München befinden und Lust haben, vorbei zu kommen.
Es ist ausdrücklich erwünscht, diese Mail an interessierte Kolleginnen und Kollegen weiterzuleiten.
Herzliche Grüße vom Stammtisch-Team München: Markus Baumeister, Christian Buse, Katrin Filzen, Patrick Finger, Andreas Heinzel, Matthias Kupfer, Stephanie Lexer, Julian Manuel, Oliver Scheffel, Sina Wilke."

20160622 RD

Verträge für Filmschaffende: lesen, verstehen, verhandeln

Fr, 2016-06-10 14:55

 
Verträge für Filmschaffende: lesen, verstehen, verhandeln
5.-6.11.2016
Dozent: Kathleen Eggerling und Ida Storm Jansen
http://isff-berlin.eu/isff_neu/Content/Page/VertrgefrFilmschaffende:lesenverstehenverhandeln_252

BvP-Mitglieder erhalten Preisnachlass!

20160610 RD

Datum: Samstag, 5 November, 2016 - 10:00 bis Sonntag, 6 November, 2016 - 17:45

Nicht einfach für Film- und Fernsehschaffende: Mitteldeutschland

Do, 2016-06-09 10:22

Die Saatskanzlei Thüringen hatte unsere Umfrage unter den Filmschaffenden unterstützt und sich eine spezielle Auswertung für ihr Bundesland bestellt. Jörg Langer hat sie am 2. Juni abgeliefert. (Die Gesamtschau ist noch in der Auswertung.) Die Lage der Film- und Fernsehschaffenden stellt sich in Thüringen noch einmal signifikant schlechter dar als im Bundesdurchschnitt.

Die Politiker aus Staatskanzlei, Sozialministerium und die Rundfunkverantwortlichen aus dem Landesfunkhaus waren vom Ergebnis leicht betroffen. Ersteinmal soll eine Arbeitsgruppe zum Thema eingerichtet werden: Staatskanzlei, Sozialministerium, MDR, MDM, FairTV, Sächsischer Produzentenverband, Die Filmschaffenden e.V.

Den Bericht von J. Langer können sich unsere Mitglieder im Internen Bereich herunterladen. Wer sein Zugangswort vergessen hat, wende sich deshalb bitte an unseren Webmaster.

10160609 RD

Bundesrat sozialverträglicher

Mo, 2016-06-06 19:12

Der Bundesrat fordert sozialverträgliche Bedingungen für das Personal geförderter Filmvorhaben. Die Bundesregierung meint, diese Forderung würde "zu einer deutlichen zeitlichen wie personellen Überlastung der Filmförderungsanstalt" führen.

Kommentar: So wie die Finanzen regelmäßig eingehend geprüft werden, waäre es sicher keine Sache, auch einmal stichprobenartig die tagesberichte zu prüfen, oder?

Hier eine kurze Dokumentation zum Thema (Hervorhebungen von R.D.):

Bundesrat Drucksache                                                                                                                   160/16  (Beschluss)

                                                                                                                                                                           13.05.16

Stellungnahme
des Bundesrates

Entwurf eines Gesetzes über Maßnahmen zur Förderung des deutschen Films (Filmförderungsgesetz - FFG)

Der Bundesrat hat in seiner 945. Sitzung am 13. Mai 2016 beschlossen, zu dem Gesetzentwurf gemäß Artikel 76 Absatz 2 des Grundgesetzes wie folgt Stellung zu nehmen: (...)

2. Zu § 2 Satz 1 Nummer 9 - neu - FFG (...)

c) Folgende Nummer 9 ist anzufügen:

"darauf hinzuwirken, dass in der Filmwirtschaft eingesetztes Personal zu sozialverträglichen Bedingungen beschäftigt wird."

Begründung:

Neu aufgenommen werden soll die Aufgabe der FFA, auch die Belange der Beschäftigten in der Filmwirtschaft zu unterstützen, insbesondere um darauf hinzuwirken, dass in der Filmwirtschaft eingesetztes Personal zu sozialverträglichen Bedingungen beschäftigt wird. Die FFA kann im Rahmen ihrer Fördermaßnahmen auf Tariftreue und faire und angemessene Vertragsbedingungen zwischen Produktionsunternehmen, Beschäftigten und Urhebern und Urheberinnen sowie Leistungsschutzberechtigten Einfluss nehmen.

 

 

 

 Deutscher Bundestag Drucksache 18/8627

18. Wahlperiode                                                                                              (zu Drucksache 18/8592)

01.06.2016

Unterrichtung durch die Bundesregierung
Entwurf eines Gesetzes über Maßnahmen zur Förderung des deutschen Films

(Filmförderungsgesetz – FFG)

– Drucksache 18/8592 –

Gegenäußerung der Bundesregierung zu der Stellungnahme des Bundesrates

Gegenäußerung der Bundesregierung

Zu § 2 Satz 1 Nummer 9 - neu - FFG

Die Bundesregierung stimmt dem Vorschlag des Bundesrates zu. Die Bundesregierung weist jedoch darauf hin, dass nach ihrem Verständnis die Norm keine Verpflichtung der Filmförderungsanstalt beinhaltet, im Rahmen der Filmförderung die Arbeitsbedingungen der Förderempfänger zu überprüfen oder zu überwachen. Aufgrund der Vielzahl der an geförderten Filmprojekten mitwirkenden Beschäftigten würde eine solche Verpflichtung zu einer deutlichen zeitlichen wie personellen Überlastung der Filmförderungsanstalt führen. Überdies wäre von der Norm aufgrund des weiten Begriffs „Filmwirtschaft“ nicht allein das Personal bei Filmproduktionen, sondern auch dasjenige an-derer filmwirtschaftlicher Unternehmen einschließlich der Kinos umfasst. Ein Hinwirken der Filmförderungsanstalt auf die Schaffung und Einhaltung sozialverträglicher Bedingungen für das in der Filmwirtschaft eingesetzte Personal kann dagegen insbesondere darin bestehen, allgemeine Maß-nahmen wie die Erstellung empirischer Studien oder die Durchführung von Konferenzen, Tagungen und Fortbildungen zu arbeitsrechtlichen und sonstigen relevanten Themen zu unterstützen.

6.6.'16 RD

 

Bundesrat zum Entwurf FFG 2016 Entgegnung der Regierung

Berlin ver.di-Themenstammtisch: Vertragsverhandlungen

Mi, 2016-05-25 19:09

Sicher auch für Produktioner interessant - wir dürfen auf einen Berliner ver-di Stammtisch hinweisen:

Abgemacht, abgedreht, abgezockt? Vertragsverhandlungen für Filmschaffende

Die ver.di FilmUnion lädt zum Stammtisch am

Donnerstag, den 9.6.2016, um 19 Uhr im Max & Moritz,
1. Stock in der Bibliothek, Oranienstraße 162, 10969 Berlin

Viel Zeitdruck, wenig Vorlauf, kein Vertrag – und schon gehen die Dreharbeiten los. Oft werden Filmschaffende in letzter Minute angefragt, nach einem kurzen Gespräch sagen sie den Job zu, und mitten in der Produktion bekommen sie den schriftlichen Vertragsentwurf, der deutlich vom Vorgespräch abweicht. Auf die Rahmenbedingungen in der Branche hat die / der Einzelne leider wenig Einfluss, aber wie macht man das Beste daraus?
An diesem Stammtisch-Abend werden von Kathlen Eggerling und Ida Storm Jansen (selbständige Unternehmensberaterin) Vertragsverhandlungen beleuchtet: was ist der rechtliche Rahmen, wie bereite ich mich vor, welche Strategien helfen mir, wie sichere ich mein Verhandlungsergebnis?
Die Bedingungen in der Branche sind knallhart. Das können wir leider nicht ändern. Aber wir können helfen, besser auf die Verhandlung vorbereitet zu sein und das ist schon die halbe Miete.
Der Thementeil ist bis 21 Uhr geplant. Wer hinterher noch Lust hast, bleibt noch auf einen Plausch!

Mehr unter:
https://filmunion.verdi.de/service/veranstaltungen/++co++2ae23fe2-21bd-11e6-a668-5254008a33df

 

Datum: Donnerstag, 9 Juni, 2016 - 19:00

Verdi-Themen-Stammtisch: Vertragsverhandlungen für Filmschaffende

Mi, 2016-05-25 19:04

In Ermangelung aktueller eigener Aktivitäten dürfen wir auf einen ver.di-Stammtisch in Berlin hinweisen:

Abgemacht, abgedreht, abgezockt? Vertragsverhandlungen für Filmschaffende

Die ver.di FilmUnion lädt zum Stammtisch am Donnerstag, den 9.6.2016, um 19 Uhr im Max & Moritz, 1. Stock in der Bibliothek, Oranienstraße 162, 10969 Berlin
Viel Zeitdruck, wenig Vorlauf, kein Vertrag – und schon gehen die Dreharbeiten los. Oft werden Filmschaffende in letzter Minute angefragt, nach einem kurzen Gespräch sagen sie den Job zu, und mitten in der Produktion bekommen sie den schriftlichen Vertragsentwurf, der deutlich vom Vorgespräch abweicht. Auf die Rahmenbedingungen in der Branche hat die/der Einzelne leider wenig Einfluss, aber wie macht man das Beste daraus?
An diesem Stammtisch-Abend werden von Kathlen Eggerling und Ida Storm Jansen (selbständige Unternehmensberaterin) Vertragsverhandlungen beleuchtet: was ist der rechtliche Rahmen, wie bereite ich mich vor, welche Strategien helfen mir, wie sichere ich mein Verhandlungsergebnis?
Die Bedingungen in der Branche sind knallhart. Das können wir leider nicht ändern. Aber wir können helfen, besser auf die Verhandlung vorbereitet zu sein und das ist schon die halbe Miete.
Der Thementeil ist bis 21 Uhr geplant. Wer hinterher noch Lust hast, bleibt noch auf einen Plausch!

Mehr unter:
https://filmunion.verdi.de/service/veranstaltungen/++co++2ae23fe2-21bd-11e6-a668-5254008a33df

 

Datum: Sonntag, 9 Juni, 2002 - 19:00

Tarifvertrag FFS 2016

Di, 2016-04-05 14:16

Den gültigen Tarifvertrag für die auf Projektdauer beschäftigten Filmschaffenden können Sie hier herunterladen. Sollten Sie nicht auf Lohnsteuer, sondern auf Rechnung ("selbständig") arbeiten, denken Sie bitte an die sonst vom Arbeitgeber übernommenen Lohnbestandteile, die Sie in Ihrer Rechnung berücksichtigen müssen (Unfallversicherung, Sozialbeiträge, Zuschläge etc.).

 

Reinhold Dienes, 5.3.2016

TV-FFS-2016.pdf

Urheber*innen frustriert

Do, 2016-03-17 12:12

Während sich die Urheber der verschiedenen Berufsverbände noch auf einen gemeinsamen Text einigen, mit dem sie gegen den Gesetzesentwurf von Heiko Maas protestieren wollen, geben AG DOK und Produzentenallianz schon Pressemitteilungen heraus. Herr Thies ist dabei natürlich weniger beunruhigt als Herr Frickel ...

Im Folgenden erst Thomas Frickel von der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm:

____________________________________________________

Urhebervertragsrecht: verschaukelt, verraten und verkauft!
 
Was der Berg da nach heftigem Kreißen in die Welt gesetzt hat, ist noch nicht einmal eine Maus. Es ist gerade mal ein Floh, vielleicht aber auch noch weniger: ein Nichts, Makulatur, Papiermüll. Der Regierungsentwurf für ein Urhebervertragsrecht, der nach vielen vollmundigen Erklärungen des Justizministeriums die jahrelangen Verwerfungen zwischen Urhebern und Verwertern beseitigen sollte, zementiert bestehende Ungerechtigkeiten und macht die Urheber auch weiterhin zum Freiwild übermächtiger Verwerter.
 
Was nach sechsmonatigem Trommelfeuer der Verwerterseite von den hehren Zielen der Reform übriggeblieben ist, kann man getrost in die Tonne treten. Noch im Februar hatte Justizminister Heiko Maas öffentlich verkündet, dass wenigstens am Kernsatz seiner Urheberrechts-Reform nicht gerüttelt würde: „Eine Vergütung ist in der Regel nur dann angemessen, wenn der Urheber für mehrfache Nutzungen desselben Werkes Anspruch auf jeweils gesonderte Vergütung hat,“ sollte es in § 32 heißen. Dieser im ursprünglichen Entwurf enthaltene Leitgedanke hätte der Schlüssel zu wirklich fairen Honoraren sein können – jetzt ist er komplett gestrichen. Die vorgesehenen Auskunftsrechte wurden so verwässert, dass sie im Medienbereich voraussichtlich gar nicht mehr greifen, und unbefristete Buyout-Praktiken sollen jetzt auch noch die Weihe des Gesetzes erhalten. Dass auch der von uns als dringend notwendig erachtete erweiterte Schutz der Leistungsschutzrechte von Filmproduzenten gegenüber den übermächtigen Fernsehsendern keinen Eingang in den Gesetzentwurf gefunden hat, bedarf eigentlich gar keiner gesonderten Erwähnung mehr.
 
Deutschlands Dokumentarfilmschaffende, die seit Jahren unter miserablen Grundvergütungen, Buy-Out-Konditionen und Knebelverträgen leiden, fühlen sich von der Bundesregierung verraten und verkauft. In der „Ressortabstimmung“ zwischen Justizminister Heiko Maas, Wirtschaftsminister Siegmar Gabriel und Kulturstaatsministerin Monika Grütters wurde die Ursprungsidee der Gesetzesreform zerrieben, ja: pulverisiert. Wieder einmal gibt die Regierung denen nach, die aufgrund ihrer Marktmacht wahrlich keinen Schutz brauchen. So etwas nennt man Klientelpolitik auf Kosten der Schwachen.
 
Lieber gar keine Reform als so eine!

______________________________________________________

... und hier die PM der Produzentenallianz:

 
Produzentenallianz zur Reform des Urheberrechts
Pragmatische Fortschritte, trotzdem Nachbesserungsbedarf
 
Berlin, 17. März 2016 – Am gestrigen Mittwoch hat das Bundeskabinett den von Justizminister Heiko Maas vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur verbesserten Durchsetzung des Anspruchs der Urheber und ausübenden Künstler auf angemessene Vergütung beschlossen. Mit dem Gesetz soll  die Position der Urheber gestärkt werden, ohne die Geschäftsmodelle der Verwerter zu gefährden.
 
„Wir Produzenten haben bei der Kreation von Film- und Fernsehwerken eine Doppelfunktion“, erläutert der Produzentenallianz-Vorsitzende Alexander Thies. „Für die Urheberinnen und Urheber erscheinen wir oft als die ersten Verwerter, für die wirklichen Verwerter wie Sender, Filmverleiher und VoD-Plattformen sind wir faktisch Urheber – auch wenn uns das Gesetz diese Eigenschaft verweigert. Das bedeutet jedenfalls, dass wir ‚unsere‘ Urheber nur vergüten können, wenn auch die Kasse mit ‚unseren‘ Verwertern stimmt.“
 
„Wir freuen uns, dass im Regierungsentwurf durchaus pragmatisch die zunächst vorgesehenen Regelungen eines unbegrenzten Auskunftsanspruchs eingeschränkt wurden, die einen ungeheuren bürokratischen Aufwand bedeutet hätten, ohne auf der Urheberseite für eine nennenswerte Vergütung zu sorgen“, erklärt Alexander Thies weiter. „Wir begrüßen auch, dass das für uns Produzenten fatale Konzept eines Rechterückrufs nach 5 Jahren bei anderweitiger Verwertungsmöglichkeit in ein Kündigungsrecht nach 10 Jahren mit Fortbestand eines einfachen Nutzungsrechts umgewandelt wurde. Dem Ziel, die Position der Urheber zu stärken, ohne die Geschäftsmodelle der Verwerter zu gefährden, ist der Regierungsentwurf damit jetzt näher gekommen, auch wenn aus unserer Sicht in einigen Punkten noch deutlicher Nachbesserungsbedarf herrscht. Grundsätzlich gilt aber: Die Urheberinnen und Urheber sind unsere Partner, die – genau wie wir – am Erfolg unserer gemeinsamen Werke beteiligt werden müssen. Diese Erfolgsbeteiligungen regeln wir in Tarifverträgen und Gemeinsamen Vergütungsregeln, wie wir sie unlängst zum Beispiel mit dem Regie-Verband vereinbart haben. Zur Vorbereitung weiterer Vergütungsregeln laufen derzeit zahlreiche Gespräche mit Sendern, der Gewerkschaft ver.di und verschiedenen Urheberverbänden. Wir sind zuversichtlich, dass uns auf diesem Wege und damit auch schon auf der Grundlage des derzeit geltenden Urhebervertragsrechts ein Interessenausgleich mit Urhebern und ausübenden Künstlern gelingen wird.“
 ____________________________________________________

Drehbuchautoren, Deutsche Fernsehakademie und Schauspieler sammeln Unterschriften und Verbündete für das folgende Protestschreiben. Mehr darüber z.B. unter http://die-filmschaffenden.de/

____________________________________________________

DEUTSCHE AKADEMIE FÜR FERNSEHEN (DAfF)

BUNDESVERBAND SCHAUSPIEL (BFFS)

VERBAND DEUTSCHER DREHBUCHAUTOREN (VDD)

 

Die Regierungsentwurf zum Urhebervertragsrecht lässt uns im Stich!

 

Die Novellierung des Gesetzes sollte die Urheber und Kreativen schützen und ihnen mehr Rechte als bisher geben. Rechte, die wir dringend brauchen, um unsere berechtigten Interessen gegenüber den Nutzern unserer Werke endlich besser durchsetzen zu können.

 

Davon ist nichts übriggeblieben!

 

Der geliekte Gesetzesentwurf des Bundesjustizministeriums macht klar: Was für unseren Schutz gedacht war, hat sich unter dem Druck von Lobbyverbänden ins Gegenteil verkehrt und verschlechtert in manchen Punkten sogar noch unsere bisherige Rechtsstellung.

(zur Info: http://www.urheber.info/aktuelles/2016-03-15_regierungsentwurf-zum-urhebervertragsrecht-laesst-urheber-im-stich)

Noch ist es nicht zu spät, um sich wehren! Der Entwurf muss noch die parlamentarischen Gremien passieren.

Urheber und Kreative, wir müssen der Politik klarmachen, dass wir mit diesem Gesetz nicht einverstanden sind!

Ohne unsere Werke und ohne unsere Arbeit gibt es keine Kultur in Deutschland!

____________________________________________________

Bitte beachten Sie die PDF des Erich-Pommer-Institutes, das über den  2. Kongress Urheberrechtspolitik 2016 vom 15.März informiert.

link zum "alten" Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz)

link zur Initiative einiger Filmschaffenden-Verbände: http://die-filmschaffenden.de/system/files/PMInitiativeUrheberrecht15M%C3%A4rz2016.pdf

20160317  RD

PM_Kongress_Urheberrechtspolitik_2016_160316.pdf

Zornig: German Society of Cinematographers

Mi, 2016-03-16 15:41

"Abschluss dieses Tarifvertrages (ist) nichts anderes als die Festschreibung des Status der deutschen Filmschaffenden als 'white Mexicans'," meinen die Schauspieler vom IDS und die Kameraleute. Den offenen Brief an die Mitglieder des Tarifausschusses können Sie hier downloaden.

Wenn der Ausdruck "white Mexicans" abwertend gemeint ist, solidarisiert sich der BvP hiermit mit allen hell- und dunkelhäutigen Mexikanern und Mexikanerinnen, ob sie unter nordamerikanischen Filmproduzent*innen leiden oder nicht. ¡Hasta la victoria siempre!

20160316 RD

Bild: Frederic Remington, geboren vermutlich am 4. Oktober 1861 in Canton, New York, USA
gestorben am 26. Dezember 1909

Bf_IDS_BVK_TA_FFS_2016.pdf

Verlängerung wg. des großen Erfolges! Weißwurst...

Mo, 2016-03-14 12:59

Liebe Kolleginnen und Kollegen
 
Auf Grund der großen Nachfrage wird doch noch ein Weißwurststammtisch stattfinden, und zwar am
 
Freitag den  08.04.16 ab 9.30 Uhr.
 
Es wird wieder in der Gaststätte Großmarkthalle reserviert sein!
 
Daher bitte ich auch wie immer um Weiterleitung dieser Info an weitere Interessierte und vor allem an Kollegen die noch Zeit haben
 
Danke und Beste Grüße
 
Rainer

Datum: Freitag, 8 April, 2016 - 09:30

Pensionskasse stärken!

Fr, 2016-03-11 16:01

Der Bundesverband Produktion fordert, diesen Posten wieder aus den Herstellungskosten herauszunehmen und die Kosten einheitlich gegen Nachweis zu erstatten, um Fehlanreize zu vermeiden!

Der BFFS schreibt in seinem „Briefing zur Pensionskasse Rundfunk“: „Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten erstatten die Pensionskasse-Rundfunk-Anstaltsbeiträge immer seltener auf Nachweis. Stattdessen werden sie bei vielen Produktionen pauschal in die Herstellungskosten einkalkuliert – ohne dass die Mittel dafür entsprechend aufgestockt werden. Das schafft bei den Produzenten falsche Anreize, möglichst keine Pensionskasse-Rundfunk-versicherten „Freie“ zu engagieren. Außerdem wollen zunehmend Produktionsfirmen der Pensionskasse Rundfunk den Rücken kehren.

Besonders kritisch ist die Praxis, von Filmfördererinstituten bezuschusste TV-Produktionen als Ko-Produktionen zu bezeichnen, um so der Pensionskasse-Rundfunk-Pflicht zu entgehen. Entgegen der Satzung stufen viele Produktionsfirmen Ko-Produktionen als nicht beitragspflichtig ein.

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben diese Entwicklung lange Zeit hingenommen. Wenn Produktionsfirmen die Pensionskasse-Rundfunk-Pflicht – legal oder illegal – abwimmeln, können sich auch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ihrer Verantwortung leicht entledigen, Anstaltsbeiträge zu erstatten.

Auf den dafür vorgesehenen Teil der Rundfunkgebühren möchten die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vermutlich nicht so leicht verzichten.“

Der BFFS fordert die Sender auf, nur mit Produktionsfirmen zu arbeiten, die Mitglied der Pensionskasse Rundfunk sind.  

20160311 RD

20160301_Briefing_zur_Pensionskasse-Rundfunk.pdf

Einigung über Regiegagen

Fr, 2016-03-11 15:31

Die Produzentenallianz hat sich mit dem BVR auf Gagenhöhen für Kinofilmprojekte geeinigt. Die Grundgagen beziehen sich auf das Filmbudget, je nach Besucherzahl gibt es einen Nachschlag, der gegen die Erlösbeteiligung nach dem Tarifvertrag aufgerechnet wird.

Hier die Gemeinsamen Vergütungsregeln von Produzentenallianz und BVR für den Bereich fiktionaler Kinofilm im Wortlaut: 

Gemeinsame Vergütungsregeln für den Bereich fiktionaler Kinofilm

zwischen dem Bundesverband Regie e.V. (BVR) und der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen e.V. (Produzentenallianz)

Präambel

Der BVR und die Produzentenallianz haben in den Jahren 2013 und 2014 Verhandlungen über den Abschluss Gemeinsamer Vergütungsregeln für Regisseure von Kinofilmen geführt und für den in den nachstehenden Regelungen festgelegten Bereich erfolgreich abgeschlossen.

Ausgangspunkt dieser Verhandlungen war die Auffassung des BVR, dass der zwischen der Produzentenallianz und ver.di/BFFS abgeschlossene Ergänzungstarifvertrag Erlösbeteiligung Kinofilm keine ausreichenden Regelungen für die Vergütung insbesondere von auf Rechnung tätigen Regisseuren beinhalten würde, während die Produzentenallianz die Auffassung vertrat, dass der Ergänzungstarifvertrag Erlösbeteiligung Kinofilm und die von den in ver.di und im BFFS vertretenen Gewerken erarbeitete Binnenverteilung jedenfalls für den Beteiligungsanspruch von Regisseuren auch dann eine angemessene Regelung darstellt, wenn sie auf Rechnung arbeiten.

Dies vorausgeschickt, vereinbaren die Parteien dieser Gemeinsamen Vergütungsregeln:

1. Geltungsbereich

1.1 Sachlich:
Für Kinofilme, d.h. Filmproduktionen, die für eine reguläre Erstauswertung in Filmtheatern auch in der Bundesrepublik Deutschland hergestellt werden. Die Gewährung von Förderung durch den DFFF oder die FFA für eine Filmproduktion oder eine Kinoauswertung mit mindestens 10 Kopien bzw. DCPs (exklusive Messen und Festivals) bewirkt eine widerlegliche Vermutung, dass es sich um einen Kinofilm handelt. Ausgenommen von diesen Gemeinsamen Vergütungsregeln sind bis auf weiteres Dokumentar- und Animationsfilme sowie Hochschulfilme.  

1.2 Persönlich: (Auf Seiten des Filmherstellers)
Die in der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen e.V. vertretenen Hersteller von Kinofilmen.

1.3 Persönlich: (Auf Seiten der Regisseure)
Alle Hauptregisseure von Kinofilmen, die Mitglieder des BVR sind, gleichgültig ob sie auf Rechnung oder im Anstellungsverhältnis tätig werden. Der Begriff „Regisseur“ wird dabei nachstehend geschlechtsneutral für Regisseurinnen und Regisseure verwandt.

2. Rechte am Film

Der Umfang der von einem Regisseur dem Filmhersteller eingeräumten Rechte richtet sich nach der individuell zwischen ihnen getroffenen Vereinbarung. In Ermangelung einer solchen Vereinbarung gelten die Regelungen der §§ 89, 92, 43 UrhG bzw. - seine Anwendbarkeit vorausgesetzt - die Regelungen gemäß Ziff. 3 des Manteltarifvertrages.

3. Anspruch auf angemessene Vergütung

3.1 Die Vergütung muss mindestens den nachstehend in Ziff. 4 in Abhängigkeit von der Budgethöhe festgelegten Vergütungen entsprechen. Vorbehaltlich zusätzlicher Ansprüche auf Escalator-Zahlungen gemäß Ziff. 5 und/oder auf Zahlung einer Erfolgsbeteiligung gemäß Ziff. 6 stellt sie dann eine angemessene Vergütung des Regisseurs im Sinne des § 32 UrhG dar.
 
3.2 Die Festlegung dieser i.S.d. § 32 UrhG angemessenen Grundvergütung soll keine Änderung der bisherigen Praxis bewirken, dass in Abhängigkeit von den jeweiligen Marktbedingungen insbesondere für erfahrene Regisseure/innen oftmals auch höhere Grundvergütungen vereinbart werden.

4. Grundvergütung

4.1 Die Höhe der Grundvergütung bemisst sich in Abhängigkeit vom Budget der entsprechenden Kinofilmproduktion. Maßgeblich sind die zu Drehbeginn kalkulierten, im In- und Ausland anfallenden Herstellungskosten (exkl. einer eventuell eingestellten Überschreitungsreserve  und exkl. Mehrwertsteuer). Handelt es sich um eine geförderte Produktion, so ist das dem Förderbescheid zugrundeliegende Budget maßgeblich. Erhält der Film Förderung durch die FFA und den DFFF, so ist das DFFF-Budget maßgeblich; erhält der Film Bundes- und Länderförderung, so ist das der Bundesförderung zugrundeliegende Budget maßgeblich. Auch die den Förderbescheiden zugrundeliegenden Budgets verstehen sich stets abzüglich einer eventuell eingestellten Überschreitungsreserve. Nach Drehbeginn erfolgende Budgeterhöhungen bleiben unberücksichtigt.  

Budgethöhe

Grundvergütung

Low Low Budget

EUR 25.000,00

ab Budget EUR 800.000

EUR 30.000,00

ab Budget EUR 1 Mio.

EUR 35.000,00

ab Budget EUR 1,2 Mio.

EUR 40.000,00

ab Budget EUR 1,5 Mio.

EUR 47.500,00

ab Budget EUR 2 Mio.

EUR 50.000,00

ab Budget EUR 3 Mio.

EUR 70.000,00

ab Budget EUR 4 Mio.

EUR 85.000,00

ab Budget EUR 6 Mio.

EUR 105.000,00

ab Budget EUR 8 Mio.

EUR 125.000,00

4.2 Die Grundvergütung versteht sich bei Regisseuren, die auf Rechnung arbeiten, zuzüglich Mehrwertsteuer sowie gegebenenfalls zuzüglich der Abgaben zur Künstler-Sozialversicherung. Bei Regisseuren, die die Regieleistung im Anstellungsverhältnis erbringen, verstehen sich die vorstehenden Beträge als Brutto-Vergütung, so dass abzuführende Lohnsteuer und der Arbeitnehmeranteil der Sozialabgaben vom Filmhersteller in Abzug gebracht werden können, der Filmhersteller jedoch zusätzlich die Arbeitgeberanteile zu tragen hat.

4.3 Für Erstlingsfilme (Erstregie des Regisseurs eines Kinofilms unmittelbar im Anschluss an die Hochschulausbildung ohne Regieerfahrung über 180 Minuten als Hauptregisseur in kommerziellen Kino- oder TV-Produktionen) gilt als Richtwert für die Angemessenheit der Regiegage ein Abschlag von einer Stufe der in Ziff. 4.2 vorgesehenen Skala vorzunehmen ist, so dass etwa bei Übernahme der Regie eines Kinofilms mit einem Budget von EUR 3,1 Mio. durch einen Erstlingsregisseur eine Grundvergütung von EUR 50.000,- zu bezahlen wäre. Bei Budgets bis zu einer Höhe von EUR 1 Mio. beträgt die Grundvergütung für einen Erstlingsregisseur einheitlich EUR 25.000,-.

5. Escalator-Zahlungen

5.1 Zusätzlich zu der Grundvergütung gemäß Ziff. 4 erhält der Regisseur vom Filmhersteller ab Erreichen bestimmter Zuschauerzahlen im Kino in der Bundesrepublik Deutschland eine Escalator-Zahlung. Maßgeblich sind dabei jeweils die in Blickpunkt:Film auf der Grundlage der  Erhebungen von Rentrak und/oder Mediacontrol veröffentlichten Besucherzahlen.

5.2 Die jeweilige Escalator-Schwelle sowie die Höhe der Escalator-Zahlung ist wiederum von der Höhe des Budgets des entsprechenden Kinofilms abhängig. Dabei gelten folgende Schwellenwerte:

Budgethöhe

Escalator-Schwelle

Escalator-Zahlung

Low Low Budget

100.000 Besucher

EUR 2.000,00

ab Budget EUR 800.000

200.000 Besucher

EUR 2.500,00

ab Budget EUR 1 Mio.

300.000 Besucher

EUR 3.000,00

ab Budget EUR 1,2 Mio.

400.000 Besucher

EUR 3.500,00

ab Budget EUR 1,5 Mio.

500.000 Besucher

EUR 4.000,00

ab Budget EUR 2 Mio.

600.000 Besucher

EUR 4.500,00

ab Budget EUR 3 Mio.

800.000 Besucher

EUR 5.000,00

ab Budget EUR 4 Mio.

1.000.000 Besucher

EUR 6.000,00

ab Budget EUR 6 Mio.

1.000.000 Besucher

EUR 7.000,00

ab Budget EUR 8 Mio.

1.000.000 Besucher

EUR 8.000,00

5.3 Weitere Escalator-Zahlungen in Höhe von 50 % der vorstehend (Ziff. 5.2, letzte Spalte) genannten Beträge werden jeweils fällig, wenn jeweils weitere 50 % der Besucherzahlen der jeweiligen Escalator-Schwelle (Ziff. 5.2, mittlere Spalte) erreicht werden. Würde also z.B. bei einem Film mit einem Budget von EUR 3,5 Mio. insgesamt 1,7 Mio. Besucher erreicht werden, so wäre insgesamt eine Escalator-Zahlung von EUR 10.000,00 zu leisten (EUR 5.000,00 + 2 x EUR 2.500,00).

5.4 Bei den nach Besucherzahlen im Kino ermittelten Escalator-Zahlungen handelt es sich um eine vereinfachte Berechnungsmethode, die in Kombination mit der Beteiligungsregelung gem. Ziff. 6 nicht nur eine angemessene Vergütung für den Kinoerfolg, sondern auch für künftige Auswertungserfolge in weiteren Verwertungsstufen und Medien darstellen soll.

5.5 Ziff. 4.3 gilt entsprechend, so dass in den ersten beiden Budgetkategorien die Escalatorzahlung bei Erreichen der Schwellenwerte EUR 2.000,- beträgt und danach bei Erreichen der Schwellenwerte die für die jeweils darunterliegende Budgetgröße maßgebliche Escalatorzahlung zur Anwendung kommt..

5.6 Voraussetzung für die Fälligkeit der Escalator-Zahlungen gemäß Ziff. 5.2 und 5.3 ist jeweils, dass die von dem Verleih des entsprechenden Kinofilms erzielten Erlöse aus der Verwertung des Films ausreichen, um die von dem Verleih bezahlte Minimumgarantie und die von ihm vorfinanzierten Herausbringungskosten des Films zurückzudecken, so dass (erste) weitere Zahlungen des Verleihs an den Filmhersteller erfolgen können. Dabei sind in dem Verleihvertrag die Grundsätze der sparsamen Wirtschaftsführung nach den Richtlinien des FFG und der FFA zu beachten.

5.7 Schuldner der Escalator-Zahlungen ist der Filmhersteller, der mit dem Regisseur den Vertrag abgeschlossen hat. Stellt dieser Filmhersteller den Film in Co-Produktion her, so ist Voraussetzung für den Anspruch, dass der Verleihvertrag, mit dem die Kinorechte für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vergeben werden, auch von diesem Filmhersteller abgeschlossen wurde. Ist dies nicht der Fall, so haftet der Filmhersteller, der im Rahmen einer Co-Produktion mit dem Regisseur im Zusammenhang mit der Herstellung des Kinofilms den Vertrag geschlossen hat, für die Erfüllung der Escalator-Zahlungen durch seine Co-Produzenten nicht. Sofern ein anderer deutscher Co-Produzent den Verleihvertrag abgeschlossen hat, wird ihm der Produzent, der den Vertrag mit dem Regisseur abgeschlossen hat, eine entsprechende Haftung für die Escalator-Zahlungen gemäß diesen Gemeinsamen Vergütungsregeln aufgeben. Haben beide Produzenten den Verleihvertrag abgeschlossen, so haftet jedenfalls der Co-Produzent, der Vertragspartner des Regisseurs ist, für eine geschuldete Escalatorzahlung.

6. Erlösbeteiligung der Regisseure

6.1 Eine im Sinne des § 32, 32a Abs. 1 UrhG angemessene Vergütung des Regisseurs eines Kinofilms setzt weiter voraus, dass der Filmhersteller dem Regisseur nach Erreichen des sog. Breakeven auch eine als solche angemessene Erlösbeteiligung bezahlt, soweit diese über die bereits geleisteten Escalator-Zahlungen hinausgeht.

6.2 Eine solche angemessene Erlösbeteiligung stellt nach Überzeugung der Produzentenallianz die Erlösbeteiligung dar, die nach Maßgabe des Ergänzungstarifvertrages Erlösbeteiligung Kinofilm für Regisseure, Schauspieler und unter den Regelungsbereich des Ergänzungstarifvertrags Erlösbeteiligung Kinofilm fallende weitere Miturheber und ausübende Künstler zu bezahlen ist und aktuell unter diesen nach der von Ver.di, BFFS und weiteren Kreativverbänden erarbeiteten Binnenverteilung aufzuteilen ist.

6.3 Der BVR hat demgegenüber die Ansicht vertreten, dass im Rahmen der Binnenverteilung die Bedeutung und das Gewicht der urheberrechtlichen Leistungen des Regisseurs nicht hinreichend Berücksichtigung gefunden haben. Im Hinblick auf die mit dieser Gemeinsamen Vergütungsregel erreichte Verständigung erklärt der BVR jedoch, die Ergebnisse des Ergänzungstarifvertrages Erlösbeteiligung Kinofilm und der Binnenverteilung zu tolerieren.

6.4 Im Gegenzug hat die Produzentenallianz im Zusammenhang mit etwaigen künftigen Neuverhandlungen des Ergänzungstarifvertrages Erlösbeteiligung Kinofilm die Absichtserklärung gemäß Anlage 1 abgegeben.

6.5 Sollte ein Regisseur darauf bestehen, dass die Auszahlung des nach dem Ergänzungstarifvertrag Erlösbeteiligung Kinofilm und der für diesen vereinbarten Binnenverteilung auf die Regie entfallenden Anteils von zunächst 1,84% bzw. den ab der zweiten und dritten Beteiligungsschwelle erhöhten Satz von 3,066% bzw. 3,68% nicht an die Verteilstelle, sondern direkt an den Regisseur ausbezahlt wird, wird der Filmhersteller dieser Bitte unter Anwendung  der Ziff. 11.3 des Ergänzungstarifvertrages Erlösbeteiligung Kinofilm Folge leisten.

6.6 Geleistete Escalator-Zahlungen gem. Ziff. 5 sind auf den (anteiligen) Erlösbeteiligungsanspruch des Regisseurs gemäß Ziff. 6.1 und 6.2 anrechenbar. Auf Ziff. 10.2 des Ergänzungstarifvertrages Erlösbeteiligung Kinofilm wird verwiesen.

7. Bindungsdauer, Beginn und Beendigung der Geltung dieser Gemeinsamen Vergütungsregel

7.1 Diese Gemeinsame Vergütungsregel tritt mit Unterzeichnung durch beide Vertragsparteien in Kraft. Sie findet Anwendung auf Kinofilmproduktionen, deren erster Drehtag nach Ablauf von drei Monaten nach Inkrafttreten dieser Gemeinsamen Vergütungsregel erfolgt.

7.2 Zur Zeit des Inkrafttretens dieser Gemeinsamen Vergütungsregel bestehende, für den Regisseur geltende günstigere Bestimmungen zu Beteiligungsregelungen oder zu Escalator-Vergütungen oder Beteiligungsregelungen in Einzelverträgen werden durch diese Gemeinsame Vergütungsregel nicht berührt.

7.3 Diese Gemeinsame Vergütungsregel ist mit einer Frist von vier Monaten zum Ende eines Kalenderjahres, frühestens jedoch zum 31. Dezember 2016 kündbar.

8. Abweichende gesetzliche Bestimmungen

Soweit einzelnen Bestimmungen dieser Gemeinsamen Vergütungsregel zwingende gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen, gelten diese, ohne dass die übrigen Bestimmungen dieser Gemeinsamen Vergütungsregel hierdurch berührt werden.

9. Tarifrechtliche Regelung

9.1 Der BVR wünscht, die Regelungen gem. dieser Gemeinsamen Vergütungsregel auch als Tarifvertrag abzuschließen.

9.2 Die Produzentenallianz wünscht, einen Abschluss als Tarifvertrag in die bestehenden, mit Ver.di verhandelten Tarifverträge (insb. den Gagentarifvertrag) einzubetten.

9.3 BVR und Produzentenallianz verpflichten sich deshalb, gemeinsam mit Ver.di Gespräche über die Einbeziehung der Regelungen dieser Gemeinsamen Vergütungsregel in den Ver.di Gagentarifvertrag, die spätestens innerhalb von neun (9) Monaten nach Abschluss dieser Gemeinsamen Vergütungsregel angestrebt wird, zu führen und parallel dazu mit dem BVR einen Gagentarifvertrag Regie abzuschließen, der für im Anstellungsverhältnis tätige Regisseure die Regelungen dieser Gemeinsamen Vergütungsregel beinhaltet. Sollten entsprechende Gespräche mit Ver.di sechs (6) Wochen nach Abschluss dieser Gemeinsamen Vergütungsregel noch nicht terminiert sein, wird die Produzentenallianz Ver.di und den BVR zu einem gemeinsamen Gespräch zu dieser Thematik einladen.

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20160311 RD

Hier die Pressemitteilung der Produzentenallianz als PDF:

PM 11.3.2016 Produzentenallianz

Lenkzeiten: Ausnahmen

So, 2016-03-06 11:12

Soweit eine Filmproduktionsfirma für einen Fernsehsender tätig wird, sind auch die Fahrzeuge der Filmproduktionsfirma von der Anwendung der Sozialvorschriften befreit.

Näheres steht in den Hinweisen zu den Sozialvorschriften im Straßenverkehr (gemäß Verordnung (EG) Nr. 561/2006, Verordnung (EWG) Nr. 3821/85, Verordnung (EU) Nr. 165/2014 Fahrpersonalgesetz (FPersG) und Fahrpersonalverordnung (FPersV)).

Interessant.

6.3.2016 RD

 

 

Leitfaden_Rechtsvorschriften_2015(1).pdf

ver.di zufrieden

So, 2016-03-06 10:56

In den Verhandlungen für den Tarifvertrag FFS hat die ver.di am 1.3.2016 nach eigenen Angaben deutliche Verbesserungen erreicht. Auch die Produzentenallianz ist zufrieden.

Die Gagenerhöhungen erfolgen in zwei Stufen: Ab April 2016 Erhöhung um einen Sockelbetrag von 30 € in der Woche (im Durchschnitt 2,7 %), ab Januar 2017 noch einmal 3 %. Mit dem Sockelbetrag wurde die Forderung der Berufsverbände teilweise berücksichtigt, die Unterschiede zwischen den Gehältern nicht weiter wachsen zu lassen.

Bezüglich der Arbeitszeit wurden nur leichte Einschränkungen der maximalen Arbeitszeit von 13 Stunden erreicht. Eine Beschränkung auf das gesetzlich erlaubte Maß von 10 Stunden täglich ist nicht in Sicht.

Die Tarifpartner bemühen sich für den Manteltarifvertrag um eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dadurch werden auch Produktionen, die nicht zur Produzentenallianz gehören, an diese Vereinbarungen gebunden.

Herstellungsleitung, Materialassistenz, Assistenz der Filmgeschäftsführung und Datawrangler bei HD-Produktionen wurden neu in die Gagentabelle aufgenommen. Interessanterweise gibt es aber kein einheitliches Berufsbild für die Assistenz der Filmgeschäftsführung.

Anfahrtszeiten von der Unterkunft zum Arbeitsplatz ("Shuttlezeiten") bei Dreharbeiten außerhalb des Firmensitzes sollen nach dem Willen der Produzentenallianz nicht auf die Arbeitszeit angerechnet werden.

 

6.3.2016 RD

Im Anhang noch einmal die Forderungen der Filmschaffenden vom Mai 2015 an die Tarifpartner zum Vergleich:

Forderungen der Filmschaffenden an die Tarifpartner

Protokoll online

So, 2016-03-06 09:56

Das Protokoll über die Jahreshauptversammlung vom 13.2.2016 findet sich im internen Bereich.

VeDRA

Di, 2016-02-23 12:54

PRESSEMITTEILUNG vom 23.2.2016

 

Ohne Wende kein Punkt – neuer Vorstand beim Verband für Film- und Fernsehdramaturgie (VeDRA)

 

An der Spitze des Verbandes für Film- und Fernsehdramaturgie (VeDRA) steht nach langer Zeit wieder eine Frau: Bei der Mitgliederversammlung während der Berlinale wurde Dr. Eva-Maria Fahmüller zur 1. Vorsitzenden gewählt. Damit setzt VeDRA die seit einigen Jahren bewusst gepflegte Verbindung von Kontinuität und Wandel konsequent weiter um. Fahmüller war bereits seit 2007 Vorstandsmitglied und stellvertretende Vorsitzende, auch die als neue stellvertretende Vorsitzende gewählte Dramaturgin Kyra Scheurer ist seit 2007 Mitglied des Gremiums. So gewährleistet die neue Verbandsspitze die professionelle Verstetigung bewährter Initiativen von VeDRA wie die Fachtagung FilmStoffEntwicklung, der Credit- und Honorarinitiative und filmpolitischer Stellungnahmen, etwa zur FFG-Novelle. Neue Impulse setzen die beiden gemeinsam mit einem deutlich gewandelten Team: Neben dem seit einem Jahr im Vorstand tätigen und nun im Amt bestätigten Dr. Enrico Wolf wählte die Mitgliedschaft die bereits bei der Verbandsinitiative „Open VeDRA“ federführend mitwirkende Angela Heuser sowie die aus Österreich stammende Dramaturgin Dr. Frauke Schmickl in den Vorstand.

 

VeDRA bedankt sich bei Roland Zag, der nach neun Jahren Vorstandstätigkeit, davon zwei als erstem Vorsitzenden, nicht mehr zur Wiederwahl stand, sowie bei der nach zwei Jahren im Vorstand ausgeschiedenen Kollegin Katrin Merkel für engagierte Mitarbeit und wichtige Impulse. 

Auch im Netz hat VeDRA ein neues Gesicht – pünktlich zur Berlinale ging der neue Internetauftritt online. In frischem Layout erstrahlen bewährte Instrumente wie Dramaturgenguide und die dramaturgische Publikation „Wendepunkt“, während Rubriken wie Förderinformationen und Literaturtipps komplett neu überarbeitet wurden.

Der Verband

2002 auf dem Filmfest München gegründet, vereint VeDRA unter einem Dach alle Berufsbilder, die gemeinsam mit Autoren und Autorinnen Geschichten für visuelle Medien entwickeln. Der Verband bietet mit seinen filmpolitischen Aktivitäten einen wichtigen Beitrag, um die Bedeutung dramaturgischer Kompetenz zu stärken und trägt den Diskurs mit der im Zweijahresrhythmus stattfindenden Tagung „FilmStoffEntwicklung“ in die Branche. Der online laufend aktualisierte Dramaturgenguide, der in zweijährigem Turnus auch im Print erscheint, unterstützt bei der Suche nach geeigneten Dramaturginnen und Dramaturgen aus dem deutschsprachigen Raum. Mit dem PDF-Magazin „Wendepunkt“ werden vierteljährlich dramaturgisch relevante Fragestellungen erörtert.

Weiterführende Informationen zum Verband VeDRA finden Sie unter www.dramaturgenverband.org.

Herzliche Grüße,

Juliane Pielot

Willkommen BFFS und IVS!

Do, 2016-02-18 20:02

Die beiden Berufsverbände traten am 14.2.2016 dem Dachverband Die Filmschaffenden e.V. bei  - vorerst als außerordentliche Mitglieder. Bis zum Sommer soll das Abstimmungsreglement und die Beitragsordnung des Dachverbandes auf die neue Situation abgestimmt werden, bevor die beiden ordentliche Mitglieder werden können.

Der BFFS ist der zurzeit größte Schauspielerverband im deutschsprachigen Gebiet. Er lädt übrigens zuweilen die gesamte Branche zu seinen interessanten Themenstammtischen ein!

Der IVS (Interessenverband Synchronschauspieler e.V.) hat eine spezielle Klientel - die Arbeitsbedingungen der Synchronschauspieler sind von unseren "gewohnten" recht verschieden.

Es lohnt sich, einen interessierten Blick auf die jeweiligen Homepages zu werfen!

Die Mitgliederzahl der im Dachverband vereinigten Berufsverbände verdoppelt sich mit den Neuzugängen. Jetzt warten wir nur noch auf die Rückkehr von den Kinematographen und dem Regieverband ...

18.2.2016 RD

Gute Teams – faire Firmen

Do, 2016-02-18 09:44

Am 13.2.2016 wurde das fairste Filmprojekt des vergangenen Jahres ausgezeichnet. Claussen+Putz waren dreimal unter den 10 bestbewerteten Projekten vertreten! Die ebenfalls nominierte Westside Filmproduktion und die „Sieger“ Hellinger / Doll sind noch recht junge Firmen. Lieblingsfilm ist schon gewohnheitsmäßig zumindest unter den Nominierten und hat den Termin anscheinend schon fest gebucht.

Aufgrund der Beurteilungen der Team- und Castmitglieder, die über Crew United erfragt wurden, wurde nicht der Film ausgezeichnet, sondern die Fairness der Produktion.

Die in den vergangenen Jahren ausgezeichneten Produktionen zeigen jedoch, dass Kriterien wie tarifgemäße Verträge und Gagen, gesetzeskonforme Arbeitszeiten, Arbeitsschutz, kurz: ein gutes Arbeitsklima, Professionalität und fairer Umgang miteinander zu einem sehr guten künstlerischen und wirtschaftlichen Ergebnis führen.

Wer sich die gesamte Bewertungsliste anschaut, stellt auch fest, dass zuweilen selbst sozial sehr verantwortungsvolle Firmen ganz unten auf der Fairness-Skala landen können, wenn sie mit nicht teamfähigem künstlerischen Personal arbeiten müssen. Beachtenswert ist in diesem Zusammenhang auch die doch sehr verschiedene Bewertung der "Tatort"-Auftragsproduktionen...

Es muss halt alles passen!

160218 RD

Zur Site der Filmschaffenden

Foto: Veranstaltungsort Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin;
© 2016 Die Filmschaffenden e.V  Vereinigung der Berufsverbände Film und Fernsehen

Letzter Weißwurststammtisch der Saison!

Mo, 2016-02-15 12:27

Letzter Weißwurststammtisch der Saison, wie immer in der Gaststätte Großmarkthalle München in der Kochelseestraße, und wie immer im hinteren Stüberl!

Datum: Freitag, 4 March, 2016 - 09:30

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